Landesrechnungshof bemängelt Planung bei Schulumbau

Der Kärntner Landesrechnungshof hat die erste Baustufe eines Schulumbaus geprüft und Kritik geübt. Das 4,3 Millionen Euro teure Bauprojekt betrifft die Verlegung der Fachberufsschule Ferlach nach Klagenfurt, so der ORF.
Günter Bauer, Direktor des Landesrechnungshofs, bestätigte zwar die Plausibilität der vorgelegten Sollkosten. Die Kosten seien nachvollziehbar gewesen. Allerdings stellte die Prüfung fest, dass es bereits seit 2006 und 2007 verschiedene Varianten für eine Sanierung der Fachberufsschule Ferlach gegeben habe.
Bis eine Lösung gefunden wurde, seien insgesamt 20 Jahre vergangen, erklärte Bauer. Nun starte die Umsiedelung der Schule nach Klagenfurt.
Vergabe vor Abschluss der Prüfung vorgesehen
Kritisiert wird vom Rechnungshof, dass die Vergabe der Bauleistungen und der Baubeginn bereits vor Abschluss der Großvorhabensprüfung geplant waren. Angebote und Preisspiegel für alle Gewerke lagen schon vor der Einreichung beim Landesrechnungshof vor.
Der Landesrechnungshof rät, künftige Großvorhaben so zu planen, dass die Prüfung vor Vergabe und Baustart abgeschlossen werden kann. Dadurch könnten Empfehlungen noch in Planung und Ausschreibung einfließen, betonte Bauer.
Ein weiterer Kritikpunkt betraf den Detaillierungsgrad der Planung. Dieser sei nicht so präzise gewesen, wie es für eine Großvorhabensprüfung üblich sein sollte. Der Rechnungshof empfahl, künftige Projekte nachvollziehbarer und genauer zu planen.
Zusammenlegung von Baustufen empfohlen
Die Baustufen 2 und 3 sollten nach Empfehlung des Landesrechnungshofs zusammengelegt werden. Dadurch ließen sich Synergieeffekte schaffen und bei genauer Planung die Kosten reduzieren, sagte Bauer.
Die jährlichen Folgekosten nach Fertigstellung der ersten Baustufe belaufen sich auf rund 201.000 Euro.
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