Landmaschinen zu hoch für Stromleitungen am Feld

Mona HopfingerMona Hopfinger
Strommasten mit Leitungen über einem Feld in Niederösterreich
© maschinenring.at

Moderne Landmaschinen erreichen bis zu 6,5 Meter Einsatzhöhe – doch Überlandleitungen sind oft nur für vier Meter ausgelegt. Das birgt Gefahren und kann zu kostenpflichtigen Abschaltungen führen.

Während Landwirte beim Kauf neuer Maschinen auf Leistung und Gewicht achten, bleibt die Einsatzhöhe oft unbeachtet. Dabei hat die Landtechnik nicht nur an Kraft, sondern auch an Größe zugelegt. Mähdrescher, Feldhäcksler und Rübenvollernter kommen heute auf bis zu 6,5 Meter Höhe im Einsatz.

Das Problem: Stromleitungen müssen laut Norm nur für vier Meter Durchfahrt ausgelegt sein – wie im Straßenverkehr üblich. Für die Anforderungen moderner Landwirtschaft sind viele Leitungen damit zu niedrig.

Empfehlungen für Landwirte

Die Landwirtschaftskammer Oberösterreich rät, bei Sanierung oder Neubau von Leitungen auf eine Durchfahrtshöhe von 6,5 Metern oder auf das Eingraben der Leitung zu bestehen. Unterstützung bietet die Rechtsabteilung der LKOÖ.

Bei bestehenden Leitungen sollten Landwirte beim Leitungsbetreiber nachfragen, wie hoch die Leitung tatsächlich hängt. Wer Flächen zupachtet, sollte das Thema mitbedenken und gegebenenfalls im Pachtpreis berücksichtigen.

Hängt eine Leitung zu niedrig, kann der Betreiber für den Ernteeinsatz Abschaltungen vornehmen – die nicht kostenlos sein müssen. Im schlimmsten Fall drohen Unfälle, wenn Maschinen mit Stromleitungen in Kontakt kommen.

Quelle: https://www.maschinenring.at/aktuelles/beitrag/ueberland-stromleitungen-am-feld-die-stille-gefahr

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