Landtagssaal in St. Pölten wird unter Budget saniert

Mathias FischerMathias Fischer
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Der Umbau des niederösterreichischen Landtagssitzungssaales verläuft planmäßig und liegt derzeit unter den veranschlagten Kosten von 11,2 Millionen Euro. Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Landtagspräsident Karl Wilfing zeigten sich bei einem Lokalaugenschein zufrieden.

Die Sanierung des Landtagssitzungssaales in St. Pölten kommt gut voran. Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) und Landtagspräsident Karl Wilfing (ÖVP) haben sich gemeinsam mit Christoph Reiter, dem Leiter der Abteilung Gebäude- und Liegenschaftsmanagement des Landes Niederösterreich, vor Ort über den Baufortschritt informiert. Die Arbeiten halten den Zeitplan ein und bleiben nach aktuellem Stand unter dem geplanten Budget.

„Unser Landhaus steht für eine moderne und bürgernahe Verwaltung, und der Landtag steht für eine lebendige parlamentarische Demokratie“, betonte Mikl-Leitner. Der Umbau schaffe die Voraussetzungen dafür, dass der zentrale Ort der demokratischen Debatte in Niederösterreich auch künftig für alle Menschen zugänglich, modern ausgestattet und seiner besonderen Bedeutung entsprechend gestaltet sei. Besonders erfreulich sei, dass man sowohl beim Zeitplan als auch bei den Kosten sehr gut unterwegs sei.

Vollständige Entkernung und neue Tribüne

Seit Baubeginn im Februar wurde der Landtagssaal vollständig entkernt. Die bisherige Besuchertribüne wurde abgerissen und eine neue errichtet. Zudem entstanden neue Zugänge auf beiden Ebenen. Im Juli wurden für die Fassadenarbeiten rund 50 Glaselemente entfernt, die jeweils knapp 300 Kilogramm wiegen.

Aktuell laufen die Arbeiten an der Heiz- und Kühldecke, der neuen Fassade sowie an den Sanitärbereichen. Künftig werden auf beiden Ebenen barrierefreie Sanitäreinrichtungen zur Verfügung stehen.

Barrierefreiheit und moderne Technik im Fokus

Wilfing erklärte, mit dem Umbau werde der Landtagssaal fit für die kommenden Jahrzehnte gemacht. „Barrierefreiheit und moderne Technik für Besucher, Mitarbeiter und Abgeordnete stehen dabei im Mittelpunkt“, sagte der Landtagspräsident. Barrierefreiheit sei nicht nur eine Notwendigkeit für Einzelne, sie mache den Saal für alle offener, freundlicher und im Umgang miteinander insgesamt vielleicht auch achtsamer.

Gleichzeitig werde auf einen sparsamen Umgang mit öffentlichen Mitteln geachtet. Allein mit dem Ausweichquartier im eigenen Haus spare man mehr als eine halbe Million Euro. Umso erfreulicher sei, dass man derzeit auch beim Gesamtbudget auf Kurs sei.

Rückkehr im September 2027 geplant

Während des Umbaus tagt der niederösterreichische Landtag im Leopoldsaal. Die letzte Sitzung dort ist für Juni oder Juli 2027 vorgesehen. Im September 2027 soll der Landtag in den sanierten Sitzungssaal zurückkehren.

Christoph Reiter zog eine positive Zwischenbilanz: Es gebe aktuell keine Verzögerungen, und man gehe nach heutigem Stand davon aus, dass der Landtagssitzungssaal fristgerecht fertig werde. Auch finanziell sei man gut unterwegs und liege derzeit unter dem veranschlagten Budget. Bei einem Projekt dieser Größenordnung bleibe man mit Prognosen vorsichtig, die Entwicklung stimme aber sehr positiv.

Quelle: OTS

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