LASK kämpft um Champions League – Österreich droht Abstieg

Der LASK trifft am 19. August auf Celtic Glasgow. Für den Doublegewinner geht es um die erste Champions-League-Teilnahme der Klubgeschichte. Österreich steht in der UEFA-Fünfjahreswertung nur noch auf Rang 22 – ab 2027/28 gibt es nur noch vier statt fünf Europacup-Startplätze.
Der LASK steht vor den vielleicht bedeutendsten Spielen seiner Vereinsgeschichte. Am 19. August tritt der Linzer Klub um 21 Uhr im Celtic Park in Glasgow an, das Rückspiel findet am 25. August ebenfalls um 21 Uhr in Linz statt. Für den amtierenden Doublegewinner geht es dabei um die erstmalige Qualifikation für die Champions League.
Zum Stichtag 11. August waren zudem drei weitere österreichische Vereine in der dritten Qualifikationsrunde europäischer Bewerbe vertreten. Sturm Graz musste nach der 0:2-Niederlage in Istanbul gegen Fenerbahce im Rückspiel einen Rückstand aufholen. Salzburg reiste nach dem 1:0-Heimsieg gegen Pafos FC nach Zypern. Rapid und die Wiener Austria hatten sich mit Auswärtssiegen in eine gute Ausgangsposition gebracht. Rapid gewann in Estland mit 4:1, die Austria setzte sich in Jerusalem mit 2:1 durch.
Österreich in der UEFA-Wertung zurückgefallen
Österreich geht als 22. der UEFA-Fünfjahreswertung in die Europacup-Saison 2026/27. Damit scheint eine Rückkehr auf einen Rang, der fünf internationale Startplätze garantiert, derzeit wenig realistisch. Aktuell belegt Zypern Rang 15 und liegt damit 8,118 Punkte vor Österreich.
Der Datenanalyst Football Meets Data errechnete die Wahrscheinlichkeit, bereits in dieser Saison wieder unter die Top 15 vorzustoßen, auf lediglich 0,3 Prozent. Ab der Saison 2027/28 wird Österreich deshalb nur noch vier statt fünf Europacup-Teilnehmer stellen. Zudem verfügt kein Klub mehr über einen fixen Platz in einer Ligaphase.
Bundesliga-Vorstand Christian Ebenbauer betonte, dass die Rückkehr unter die besten 15 Nationen das gemeinsame Ziel sein müsse. Entscheidend seien dabei vor allem die Ergebnisse der österreichischen Vereine auf internationaler Bühne.
Hohe Prämien für internationale Teilnehmer
Die wirtschaftliche Bedeutung der Europacup-Qualifikation ist beträchtlich. Allein die Teilnahme an der Ligaphase der Champions League bringt ein Startgeld von 18,62 Millionen Euro. In der Europa League werden 4,31 Millionen Euro ausgeschüttet, in der Conference League 3,17 Millionen Euro. Diese Beträge werden unabhängig vom sportlichen Abschneiden ausbezahlt.
Zum Vergleich veröffentlichte die Bundesliga für das Geschäftsjahr 2024/25 Jahreserträge von 7,3 Millionen Euro für die WSG Tirol, 8,5 Millionen Euro für die SV Ried, 32,3 Millionen Euro für Austria Wien und 156,7 Millionen Euro für Red Bull Salzburg.
Damit liegt allein die Champions-League-Startprämie über den gesamten Jahreserträgen von WSG Tirol und SV Ried zusammen. Ein Teil der UEFA-Einnahmen wird zudem über einen Solidaritätstopf an jene Bundesligisten verteilt, die keine Ligaphase eines internationalen Bewerbs erreichen. Bei der Champions League fließen drei Prozent der Startprämie in diesen Topf, bei der Europa League sind es 1,5 Prozent.
Glücksspielbranche als wichtiger Geldgeber
Ein bedeutender Teil der Einnahmen im österreichischen Fußball stammt aus dem Wett- und Glücksspielsektor. Seit der Saison 2021/22 ist ein Wettanbieter Hauptsponsor von Bundesliga und 2. Liga. Die Partnerschaft läuft bis 2028.
Bei UEFA-Bewerben dürfen Sponsoren allerdings nicht im Stadionnamen aufscheinen. Deshalb wird die Raiffeisen Arena in Linz bei Europacup-Partien als Oberösterreich Arena geführt.
Kühbauer sieht Celtic in der Favoritenrolle
LASK-Trainer Dietmar Kühbauer, der die Mannschaft im Oktober 2025 als Tabellenletzten übernommen und wenige Monate später zu Meistertitel und Cupsieg geführt hatte, stuft sein Team gegen Celtic Glasgow als Außenseiter ein. Der schottische Traditionsverein habe den Fußball im Land über Jahrzehnte geprägt und gehe als Favorit in das Duell.
Sollte der LASK den Aufstieg verpassen, ist die Teilnahme an der Ligaphase der Europa League bereits abgesichert. Diese Sicherheit besitzt auch Sturm Graz, das sich diese Chance bereits in der zweiten Qualifikationsrunde gesichert hat.
Salzburg, Rapid und Austria mit unterschiedlichen Ausgangslagen
Etwas komplexer gestaltet sich die Situation bei Red Bull Salzburg. Trainer Danny Röhl, der im Juni von den Glasgow Rangers gekommen war, arbeitet mit einer weitgehend neu formierten Mannschaft. Nachdem Salzburg in der Vorsaison nur den dritten Platz belegt hatte, soll der 37-Jährige den Klub wieder an die Spitze führen. Medienberichten zufolge überwies Salzburg rund zwei Millionen Euro Ablöse für den Trainer, dessen Vertrag bis Sommer 2029 läuft.
Ein Ausscheiden gegen Pafos FC würde zwar nicht das Ende der Europacup-Saison bedeuten, jedoch ein weiteres Playoff notwendig machen.
Rapid und die Wiener Austria kämpfen hingegen um den Einzug in die Conference League. Für die Austria wäre bereits das Erreichen des Playoffs ein wichtiger Erfolg, nachdem die Wiener zuletzt sechsmal in Folge in einer Qualifikationsrunde ausgeschieden waren. Rapid verfügt dagegen über deutlich mehr internationale Erfahrung und stand 2025 noch im Viertelfinale der Conference League.
Gelungener Saisonstart des LASK
Auch in der Bundesliga präsentierte sich der LASK zuletzt in guter Form. Die Linzer gewannen ihre ersten beiden Meisterschaftsspiele und setzten sich zuletzt mit 2:0 bei Austria Wien durch.
Aufgrund des Champions-League-Playoffs wurde das Meisterschaftsspiel der vierten Runde auf den 1. September verschoben. Das Hinspiel gegen Celtic Glasgow findet am 19. August um 21 Uhr im Celtic Park statt, das Rückspiel wird am 25. August zur selben Uhrzeit in Linz angepfiffen.
Quelle: https://rzpelletswac.at/2026/08/15/oesterreichs-letzte-saison-mit-fuenf-europacup-startplaetzen
Worüber spricht Wolfsberg?
Kostenloses News Briefing aus deiner Region – 1x pro Woche für Gemeinden.
Mit der Anmeldung nimmst du die Datenschutzerklärung zur Kenntnis.