LASK schafft Sensation gegen Celtic Glasgow

Mona HopfingerMona Hopfinger
Fußballspieler Keito Nakamura jubelt im rot-goldenen Trikot des LASK auf dem Spielfeld.
© GEPA

Nach Verlängerung siegte der LASK in der Oberösterreich Arena mit 5:1 gegen Celtic Glasgow.

Der LASK hat am Mittwochabend das scheinbar Unmögliche möglich gemacht. Im Play-off-Rückspiel bezwangen die Oberösterreicher Celtic Glasgow mit 5:1 nach Verlängerung und erreichten mit einem Gesamtscore von 5:4 erstmals in der Vereinsgeschichte die Ligaphase der Champions League.

Die Partie begann mit einer ersten Möglichkeit für die Schotten, doch eine flache Hereingabe fand keinen Abnehmer (5. Minute). Die Linzer zeigten sich aktiver: Horvath vergab eine erste Gelegenheit (10.), danach wurden Schüsse von Ljubicic und Andrade geblockt (13.).

In der Folge entwickelte sich ein intensives Spiel. Torhüter Jungwirth parierte einen Konter der Gäste (14.), ehe der LASK eine Doppelchance vergab: Mbuyamba kam nach einer Ecke zu spät (19.), kurz darauf klatschte ein Schuss an die Stange. Dann der Schock: McGregor traf für Celtic, wobei Mbuyamba den Ball unhaltbar abfälschte (21.). Die Stimmung kippte, die Hoffnung auf die Königsklasse schien dahin.

Usor bringt die Wende

Doch die Athletiker gaben nicht auf. Adeniran schoss knapp vorbei (29.), dann kam Moses Usor: Nach einem Fehlpass der Celtic-Defensive stand er allein vor dem Keeper und vollendete zum 1:1 (32.). Ekstatischer Jubel brandete auf, die Linzer drängten auf mehr, doch zur Pause blieb es beim Ausgleich.

Nach Wiederanpfiff zündete Robert Ljubicic eine Rakete aus 20 Metern ins rechte untere Eck – 2:1 (48.). Die Arena bebte, die Hoffnung war endgültig zurück. Zehn Minuten später erhöhte Samuel Adeniran nach Vorarbeit von Horvath mit einem traumhaften Schlenzer ins linke Eck auf 3:1 (58.). Niemand hielt es mehr auf den Sitzen.

Flecker erzwingt Verlängerung

Der LASK dominierte nun, Andrade (64.) und Tornich (68.) verfehlten das Tor, Adeniran traf die Querlatte (70.). Nach mehreren Wechseln auf beiden Seiten flachte die Partie ab, doch die Linzer warfen in der Schlussphase alles nach vorne. Der eingewechselte Florian Flecker köpfte zum 4:1 ein (90.) und erzwang die Verlängerung. Damit war das Comeback geschafft und der Drei-Tore-Rückstand egalisiert.

In den ersten 15 Extraminuten agierten beide Teams vorsichtig. In der zweiten Hälfte der Verlängerung fasste sich der LASK nochmals ein Herz: Nach gutem Störverhalten von Schöpf gelangte der Ball über Danek zu Adeniran, der aus 25 Metern zum 5:1 traf (109.). Auch ein gehaltener Elfmeter von Adeniran (115.) änderte nichts mehr am historischen Erfolg.

Kühbauer: „Unglaublich stolz“

„Was die Jungs heute abgeliefert haben, von Minute eins weg, war unglaublich“, sagte Cheftrainer Didi Kühbauer. Nach dem Rückstand habe man sich zurückgekämpft, nach dem 2:1 habe er einen brutalen Ruck in der Mannschaft gespürt. „Dann haben sie für mich outstanding gespielt – von der Physis, vom Willen und von der Mentalität her“, so Kühbauer. Celtic sei eigentlich nicht mehr vorhanden gewesen. „Ich bin einfach unglaublich stolz auf die Mannschaft.“

Quelle: https://www.lask.at/de/m/news/spielbericht-lask-celtic

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