LASK verliert in Graz – Serie nach 13 Spielen gerissen

Der LASK hat im Topspiel bei Sturm Graz mit 1:2 verloren und damit seine Serie von 13 Bundesliga-Partien ohne Niederlage beendet. Die Linzer waren über weite Strecken die bessere Mannschaft, scheiterten aber an der Chancenverwertung.
Die Athletiker starteten dominant in die Partie. Bereits in der zweiten Minute verfehlte Lang nach einer flachen Hereingabe von Jörgensen das Tor. In der Folge kontrollierten die Linzer das Geschehen, ohne jedoch zu klaren Torchancen zu kommen.
In der 13. Minute sorgte Schiedsrichter Gishamer für Aufregung: Zunächst zeigte er auf den Elfmeterpunkt, korrigierte seine Entscheidung nach VAR-Intervention jedoch auf Freistoß knapp außerhalb des Strafraums. Der Freistoß blieb folgenlos. Drei Minuten später wäre Bogarde nach einem Freistoß beinahe ins eigene Tor gekommen.
Die Linzer blieben spielbestimmend, doch Danek schoss in der 23. Minute aus zentraler Position vorbei. Die größte Chance der ersten Halbzeit hatte Sturm: Jatta lief allein auf Keeper Jungwirth zu, der den Schuss stark zur Ecke parierte.
Grazer nutzen Fehler eiskalt
Trotz mehr Ballbesitz fehlte dem LASK die zündende Idee. Ein Distanzschuss von Bello verfehlte das Ziel. Im Gegenzug schlug Sturm zu: Nach einem schnellen Konter lief Mamageishvili in den Strafraum, zog nach innen und traf ins lange Eck – 1:0 für die Grazer in der 34. Minute.
Kurz vor der Pause drängten die Linzer auf den Ausgleich. Usor und Mbuyamba scheiterten am Grazer Keeper. Mit dem Pausenpfiff fiel dann doch noch der Ausgleich: Nach einer Flanke wurde der Ball in die Mitte geklärt, wo Danek völlig freistehend zum 1:1 einschoss.
Erneuter Rückstand nach Abwehrfehler
In der zweiten Hälfte bot sich ein ähnliches Bild. Nach einem Kopfball von Sturm und einem abgeblockten Distanzschuss von Bello fiel in der 59. Minute die erneute Führung für die Hausherren. Nach einem langen Ball war sich die LASK-Hintermannschaft nicht einig, der eingewechselte Diakite lief frei durch, lupfte über Jungwirth und traf ins leere Tor – 2:1.
Die Linzer gaben nicht auf. In der 64. Minute hatten sie aus wenigen Metern die Riesenchance zum Ausgleich, doch die Grazer wehrten im Verbund ab.
Dramatische Schlussphase ohne Erfolg
In der ereignisreichen Schlussphase schoss Moses Usor einen Freistoß in die Mauer. Nach einem Foul sah LASK-Kapitän Horvath die gelbe Karte, es kam zu einer kurzen Rudelbildung. Jungwirth hielt den LASK mit einer Glanztat im Spiel, als er in der 88. Minute eine große Chance der Grazer vereitelte.
In der Nachspielzeit musste der LASK in Unterzahl agieren, nachdem George Bello nach einem Zweikampf nicht weitermachen konnte und das Wechselkontingent bereits ausgeschöpft war. Es gab erneut Elfmeteralarm, als Flecker im Strafraum gestoßen wurde, doch Schiedsrichter Gishamer beurteilte den Zweikampf als regelkonform.
In der letzten Minute hielt Jungwirth erneut stark. Anschließend wurde ein Grazer im Strafraum zu Fall gebracht. Kiteishvili schoss den Elfmeter jedoch über das Tor. So blieb es beim 1:2-Endstand.
Kühbauer: „An uns selbst gescheitert“
Cheftrainer Didi Kühbauer analysierte nach dem Spiel: „Wir sind heute an uns selbst gescheitert. Wir haben viele leichte Fehler gemacht, mit denen wir Sturm Graz in die Karten gespielt haben. Wir waren heute die bessere Mannschaft, das bedeutet aber am Ende des Tages nicht immer, dass du gewinnen musst. Wir hätten diese Fehler verhindern sollen und vorne unsere Möglichkeiten einfach nicht genutzt. So ist es passiert, dass wir als Verlierer vom Platz gehen. Das Gute ist, dass wir das analysieren können – kaufen können wir uns davon aber nichts.“
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