LASK will Negativserie in Lustenau beenden

Der Meister ist seit fünf Pflichtspielen ohne Sieg und gastiert am Samstag beim Aufsteiger Austria Lustenau. Die Linzer wollen den Rückstand auf die Spitze nicht weiter anwachsen lassen. Auch die Wiener Austria kämpft in Ried um Punkte.
Nach fünf Pflichtspielen ohne Sieg steht der LASK unter Druck. Am Samstag um 17 Uhr tritt der Meister bei Austria Lustenau an, um die Negativserie zu beenden. Die Linzer liegen bereits fünf Punkte hinter Rapid zurück und können sich keinen weiteren Ausrutscher leisten.
Meister in der Krise
Unter Trainer Dietmar Kühbauer erlebt der LASK eine bisher ungekannte Negativphase. Niederlagen in der Champions League gegen AEK Athen und Liverpool sowie Rückschläge gegen Sturm Graz und Rapid in der heimischen Liga haben den Doublesieger ins Straucheln gebracht. Nach acht Runden beträgt der Abstand zur Tabellenspitze bereits fünf Zähler.
Trotz der schwierigen Phase gab sich Kühbauer bei der Gala in Wien, wo er als Trainer des Jahres ausgezeichnet wurde, kämpferisch: „Im Moment rennt es nicht so. Aber wir kommen zurück“, sagte der Coach. Bereits nach dem 3:6 gegen Liverpool hatte er betont: „Kein Spieler darf jetzt an sich zweifeln.“ Sascha Horvath könnte wegen Oberschenkelproblemen weiter ausfallen.
Lustenau wittert Chance
Die Vorarlberger haben als Aufsteiger bisher gezeigt, dass sie in der Liga mithalten können. Trainer Markus Mader sieht das Duell als Gelegenheit, den angeschlagenen Meister zu erwischen. Die Linzer seien zwischen ihren Auftritten auf der großen Bühne eingespannt, meinte Mader. „Liverpool am Mittwochabend in der Champions League, dann folgen Sporting Lissabon, Salzburg, das Derby gegen Ried. Und zwischendrin kommen die kleinen Lustenauer, die sie auch noch bespielen müssen“, erklärte der Austria-Coach.
Ein wichtiger Faktor soll Dominik Weixelbraun werden. Die Leihgabe von Rapid kommt bereits auf sechs Saisontore für den Tabelleneunten. In den vergangenen zwölf Aufeinandertreffen holte der LASK neun Siege und drei Remis gegen Lustenau.
Austria unter Druck in Ried
Die Wiener Austria kämpft am Samstagabend um 19.30 Uhr in Ried um ein dringend benötigtes Erfolgserlebnis. Nach fünf Niederlagen in acht Runden stehen die Violetten unter Druck. Trainer Stephan Helm erhielt zuletzt von Sportchef Tomas Zorn Rückendeckung, ein weiterer Rückschlag würde seine Position aber nicht verbessern.
Die Innviertler liegen als Tabellensechster derzeit vier Punkte vor den zehntplatzierten Wienern und könnten mit einem Heimsieg einen direkten Konkurrenten im Rennen um die Top sechs abschütteln. Sportdirektor Lukas Brandl warnte jedoch vor dem Gegner: „Die derzeitige Punkteausbeute spiegelt ihre Qualität überhaupt nicht wider. Wir müssen ein Top-Spiel machen, wenn wir anschreiben wollen“, sagte er.
Trainer Mario Despotovic unterstrich die hohe individuelle Qualität der Austria. „Wir erwarten ein intensives Spiel, wollen zu Hause aber dominant auftreten, offensiv Fußball spielen und uns gute Torchancen erarbeiten“, meinte der Kroate.
Violette Offensive schwächelt
Die Wiener haben ihre Stärken bisher kaum ausspielen können. Johannes Eggestein wartet in der Liga noch auf sein erstes Tor. In acht Runden erzielten die Violetten lediglich sieben Treffer. Helm hofft auf mehr Durchschlagskraft, „um den Spielverlauf endlich auch auf unsere Seite zu ziehen“. Er will an seinem Plan festhalten: „Wir haben in der Vergangenheit oft unter Beweis gestellt, dass wir am Ende dafür belohnt werden, wenn wir unsere Verhaltensweisen konsequent auf den Platz bringen.“ Abwehrchef Aleksandar Dragovic ist angeschlagen, sein Einsatz fraglich.
Quelle: APA
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