Laura Freudenthaler bekommt Christine Lavant Preis

Pia ProdingerPia Prodinger
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Die Wiener Autorin Laura Freudenthaler wird mit dem Christine Lavant Preis 2026 ausgezeichnet. Die Ehrung ist mit 15.000 Euro dotiert und wird Anfang Oktober im Burgtheater Kasino verliehen.

Die Schriftstellerin Laura Freudenthaler erhält den Christine Lavant Preis 2026. Die Internationale Christine Lavant Gesellschaft verleiht die mit 15.000 Euro dotierte Auszeichnung am 4. Oktober um 11 Uhr im Burgtheater Kasino am Schwarzenbergplatz. Schauspielerin Franziska Hackl wird aus Briefen und dem Werk von Christine Lavant lesen, das Noreia String Quartet übernimmt die musikalische Begleitung.

Die 1984 in Salzburg geborene und in Wien lebende Autorin stehe „in der sprachskeptischen, phantastischen und feministischen Tradition der österreichischen Erzählliteratur und fügt ihr eine originelle Stimme und unverwechselbare Perspektive hinzu“, begründete die Jury ihre Entscheidung. Freudenthalers Bücher zeichneten sich durch einen genauen Blick auf die Welt aus, sie schreibe mit einem kritischen Bewusstsein für das, was in der Gesellschaft, im Verhältnis der Geschlechter und im Umgang mit der Natur schiefläuft.

Wie im Werk Christine Lavants sei auch in Freudenthalers Erzählungen und Romanen die Literatur Ausdruck individueller Wahrnehmung und zugleich Werkzeug der Beobachtung des großen Ganzen, so die Jury weiter.

Nominierung für Österreichischen Buchpreis

Freudenthalers jüngster Roman „Iris“ ist für den Österreichischen Buchpreis nominiert. Ihr literarisches Debüt gab sie 2014 mit dem Erzählband „Der Schädel von Madeleine“. 2017 erschien ihr Debütroman „Die Königin schweigt“, es folgten die Romane „Geistergeschichte“ (2019), „Arson“ (2023) und „Iris“ (2026).

Sie schreibe „in konzentrierten Erzählbewegungen, dicht und schnörkellos, über die großen Themen, über Identität und Körpererfahrung, Erinnerung und Verlust, über das Gelingen und das Scheitern, über Klimakatastrophe und weibliche Selbstbehauptung Geschichten, die man nicht mehr vergisst“, hieß es in der Juryentscheidung. Freudenthaler wurde bisher unter anderem mit dem Anton-Wildgans-Preis und dem Reinhard-Priessnitz-Preis ausgezeichnet.

Preis für ästhetischen Anspruch und humane Haltung

Der 2016 ins Leben gerufene Christine Lavant Preis würdigt Schriftstellerinnen und Schriftsteller, „die in ihrem literarischen Schaffen - so wie auch Christine Lavant - einen hohen ästhetischen Anspruch mit humaner Haltung und gesellschaftskritischem Blick vereinen“. Bisher ging die Auszeichnung an Kathrin Schmidt, Bodo Hell, Klaus Merz, Angela Krauß, Judith Schalansky, Maja Haderlap, Alois Hotschnig, Yevgeniy Breyger, Ann Cotten und Ulrike Draesner.

Quelle: APA

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