LEADER-Forum trifft Totschnig: Regionalentwicklung stärken

Vertreter des LEADER-Forums Österreich haben am 21. September mit Bundesminister Norbert Totschnig über die EU-Programmperiode 2028 bis 2034 gesprochen. Im Zentrum stand die Weiterentwicklung des Regionalentwicklungsansatzes in 83 österreichischen Regionen.
Das LEADER-Forum Österreich hat am Montag, 21. September, ein Abstimmungsgespräch mit Bundesminister Norbert Totschnig geführt. Thema war die kommende Programmperiode von 2028 bis 2034. Die Vertreter des Forums setzten sich dafür ein, das flächendeckende Netzwerk langfristig zu sichern und seine Bedeutung in der nächsten EU-Förderperiode auszubauen.
In Österreich gibt es derzeit 83 LEADER-Regionen, die 2.007 von 2.092 Gemeinden umfassen. Rund 5.000 Projekte wurden bisher umgesetzt. Das Programm hat sich seit dem EU-Beitritt zu einem wichtigen Instrument der Regionalentwicklung entwickelt. Die Regionen verbinden strategische Planung mit konkreter Umsetzung und bringen Gemeinden, Betriebe, Landwirtschaft, Vereine und engagierte Bürger zusammen.
Netzwerk für regionale Lösungen
„Mit den 83 LEADER-Regionen verfügt Österreich über ein flächendeckendes, erprobtes und von den Menschen getragenes Netzwerk. Gemeinsam wollen wir daran arbeiten, diesen Regionalentwicklungsansatz weiter zu stärken und LEADER nachhaltig als Umsetzungspartner für die Zukunft des ländlichen Raums zu etablieren“, erklärten die Vertreter des LEADER-Forums im Gespräch.
Gerade angesichts von Klimawandel, demografischem Wandel, Bodenverbrauch und wirtschaftlichen Veränderungen brauche es starke Regionen, die vor Ort tragfähige Lösungen entwickeln und umsetzen, hieß es. Die Ausgangslagen und Handlungsmöglichkeiten unterscheiden sich von Region zu Region. Der LEADER-Ansatz übersetze nationale und europäische Zielsetzungen in konkrete, regional angepasste Projekte.
Zusammenarbeit mit Klima- und Energie-Modellregionen
Die 83 LEADER-Regionen fungieren als lokale Drehscheiben für Zusammenarbeit, Beteiligung und Innovation. Sie helfen den Regionen, sich auf Veränderungen einzustellen und Krisen besser zu bewältigen. Damit leisten sie einen Beitrag zum Resilienz-Aufbau in Österreich.
In Kooperation mit Klima- und Energie-Modellregionen, KLAR! Regionen sowie weiteren regionalen Organisationen können die LEADER-Regionen zur Widerstandsfähigkeit und Zukunftsfähigkeit der ländlichen Räume beitragen. Als Grundlage für die Weiterentwicklung dient ein Strategiepapier zur Zukunft von LEADER in Österreich, das gemeinsam mit der zuständigen Abteilung des Bundesministeriums erarbeitet wurde.
Totschnig: Partnerschaft fortführen
„LEADER zeigt seit vielen Jahren, wie erfolgreiche Regionalentwicklung gemeinsam mit den Menschen vor Ort gelingen kann. Die 83 LEADER-Regionen kennen die Herausforderungen und Potenziale ihrer Regionen und setzen mit großem Engagement konkrete Projekte um. Diese starke Partnerschaft wollen wir auch in Zukunft fortführen und gemeinsam weiterentwickeln“, sagte Bundesminister Norbert Totschnig.
Im Gespräch wurde die Bedeutung verlässlicher Rahmenbedingungen für die kommende Programmperiode hervorgehoben. Ziel ist es, die bestehenden Organisationen und ihre nationalen und europäischen Netzwerke kontinuierlich weiterzuführen und LEADER auch künftig klar in der österreichischen und europäischen Regionalentwicklung zu verankern.
Der Bundesminister und die Vertreter des LEADER-Forums waren sich einig, den Austausch über die kommende Programmperiode fortzuführen. Zum Abschluss übergab das LEADER-Forum Österreich ein von allen 83 österreichischen LEADER-Regionen unterstütztes gemeinsames Unterstützungsersuchen. Es unterstreicht die Bereitschaft der Regionen, ihre Erfahrung, ihr Netzwerk und ihre Umsetzungskraft in die Gestaltung der kommenden Programmperiode einzubringen.
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