Lebensmittel in Bayern um zehn Euro billiger

Mona HopfingerMona Hopfinger
Einkaufswagen mit Lebensmitteln in Österreich um 60 € und Einkaufstasche in Deutschland um 50 €
© Mit KI (Gemini) generiert

Ein Einkaufsvergleich zwischen Braunau und dem bayerischen Simbach zeigt deutliche Preisunterschiede. Obwohl der Warenkorb in Österreich kleiner ausfiel, kostete er rund zehn Euro mehr, so der ORF.

Eine Erhebung des Vereins Foodwatch bestätigt, was viele Menschen im Innviertel seit Jahren vermuten: Markenprodukte und Grundnahrungsmittel sind in Österreich teurer als in Deutschland – selbst wenn sie vom selben Hersteller stammen und über dieselbe Handelskette vertrieben werden.

ORF Oberösterreich führte einen eigenen Einkaufsvergleich durch. Dabei wurde zunächst in einem Supermarkt in Braunau am Inn eingekauft, rund eine halbe Stunde später in einem Supermarkt im bayerischen Simbach. Verglichen wurden ähnliche Produkte, darunter auch Waren aus österreichischer Herstellung.

Schon bei einfachen Artikeln wurden Preisunterschiede sichtbar. Sogar die Papiertragetasche war jenseits der Grenze günstiger. Obwohl der Warenkorb in Österreich aufgrund fehlender Produkte kleiner war, lag die Gesamtsumme dennoch um knapp zehn Euro höher.

Wirtschaftskammer zeigt Verständnis

Klemens M. Steidl, Obmann der Wirtschaftskammer Braunau, hat Verständnis für Einkäufe im Nachbarland. Familien mit niedrigerem Einkommen müssten genauer schauen und planen, sagt Steidl. Dass diese Menschen dann zu solchen Produkten greifen, sei legitim und Teil des freien Wettbewerbs.

Angesichts der Preisunterschiede spricht Foodwatch von einem "ungerechtfertigten Österreich-Aufschlag" – besonders kritisch bewertet der Verein Fälle, in denen in Österreich produzierte Waren nach Deutschland gelangen und dort dennoch günstiger angeboten werden.

Territoriale Lieferbeschränkungen als möglicher Grund

Foodwatch nennt territoriale Lieferbeschränkungen als mögliche Ursache: Große Hersteller würden damit verhindern, dass Handelsunternehmen ihre Waren dort einkaufen, wo sie am günstigsten sind.

Quelle: https://ooe.orf.at/stories/3371207/

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