Legionellen in Linz: KI soll Infektionsquelle finden

Mona HopfingerMona Hopfinger
Legionellen-Gefahr KI-Analyse: Drohne und Lupe mit Bakterien über Stadtplan mit Kühltürmen
© Mit KI (Gemini) generiert

Die Behörden suchen weiter nach der Ursache des Legionellenausbruchs in Linz. Zwei mögliche Infektionsherde wurden bereits identifiziert, nun kommt künstliche Intelligenz zum Einsatz, so der ORF.

Die Gesundheitsbehörden fokussieren ihre Ermittlungen auf ein Areal rund um das Linz AG-Gebäude in der Wiener Straße. Untersuchungen ergaben, dass in einem Radius von etwa fünf Kilometern eine erhöhte Anzahl an Legionellen-Fällen aufgetreten ist.

Weitere Verdachtsfälle werden untersucht

Mittlerweile gibt es zwei potenzielle Infektionsquellen. Neben dem Standort der Linz AG wurde ein weiterer möglicher Herd im Industriegebiet östlich der Stadtautobahn entdeckt.

Ob eine dieser beiden Stellen tatsächlich den Ausbruch verursacht hat, kann derzeit noch nicht mit Sicherheit gesagt werden. Die in den Proben nachgewiesenen Legionellen müssen im Labor genauer analysiert und die jeweiligen Untertypen abgeglichen werden.

KI-Tool durchsucht Luftbildaufnahmen

Die Gesundheitsbehörden nutzen inzwischen auch künstliche Intelligenz bei der Fahndung nach der Infektionsquelle. Landes-Sanitätsdirektor Georg Palmisano erläutert: „Wir untersuchen jetzt Luftbilddaten mit einem KI-Tool näher, um zu sehen, ob es weitere Emittenten gibt, die in unseren bisherigen Probelisten noch nicht vorgekommen sind.“

Bisher wurden mehr als 150 Wasserproben entnommen, weitere sollen folgen. Das Trinkwasser ist laut den Gesundheitsbehörden von dem Legionellenausbruch nicht betroffen.

Laboranalyse kann mehrere Wochen dauern

Wann die Ursache des Ausbruchs eindeutig feststeht, ist derzeit unklar. Die Bestimmung der exakten Legionellen-Untertypen im Labor kann mehrere Wochen in Anspruch nehmen. Erst dann lässt sich klären, ob die Erreger von einer der bereits bekannten möglichen Quellen stammen – oder ob nach einem weiteren Infektionsherd gesucht werden muss.

Quelle: https://ooe.orf.at/stories/3368149/

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