Legionellen in Linz

In Linz sind zwei Infektionsherde für Legionellen identifiziert worden. Während der erste auf eine Kühlanlage der Linz AG zurückgeht, liegt der zweite laut Landessanitätsdirektion östlich der Stadtautobahn, so der ORF.
Die Behörden haben in der oberösterreichischen Landeshauptstadt zwei Infektionsherde für Legionellen lokalisiert. Der genaue Standort des zweiten Herdes ist noch nicht bekannt. Die Landessanitätsdirektion geht davon aus, dass er sich östlich der Linzer Stadtautobahn befindet, was auf das Gebiet rund um das Industriegebiet hindeutet.
Kühlanlage als erste Quelle identifiziert
Bereits in der vergangenen Woche wurde bekannt, dass der erste Infektionsherd auf eine Kühlanlage eines Stromnetzgebäudes der Linz AG zurückzuführen ist. Der städtische Versorger hat den Nachweis von Legionellen in der Anlage bestätigt. Das Trinkwasser sei jedoch nicht betroffen, betonte das Unternehmen.
Der oberösterreichische Landessanitätsdirektor Georg Palmisano erläuterte die Verbreitung der Bakterien: Kühltürme würden Aerosole freisetzen, also feinst zerstäubte Wassertropfen, in denen Erreger enthalten sein können. Werden diese eingeatmet, könne eine Erkrankung die Folge sein.
Die Linz AG vermutet Baustellenstaub als Ursache für beeinträchtigte Wartung und die dadurch mögliche Legionellenbildung.
Maßnahmen und offene Fragen
Mittlerweile wurden laut dem Linzer Gesundheitsdirektor Ulrich Püschl Maßnahmen ergriffen. Die Anlagen seien manuell gereinigt und mit Biozid behandelt worden.
Noch stehen mehrere Laborergebnisse aus, die unter anderem klären sollen, wo sich die drei Todesopfer angesteckt haben. Dies sei weiterhin unklar, so die Behörden.
ÖVP fordert mehr Information
Die Linzer ÖVP kritisiert erneut mangelnde Information: Vizebürgermeister Hajart fordert von Stadt und Linz AG mehr Transparenz, da viele Menschen verunsichert seien.
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