Legionellen in Linzer Kühlanlage nachgewiesen

Mona HopfingerMona Hopfinger
Legionellen-Nachweis Verdunstungskühlanlage Linz mit Skyline im Hintergrund
© Mit KI (Gemini) generiert

In einer Kühlanlage der LINZ STROM GAS WÄRME GmbH wurden Legionellen gefunden. Ob ein Zusammenhang mit den seit Ende Juli gehäuft auftretenden Erkrankungen besteht, ist noch unklar. Das Trinkwasser ist nicht betroffen.

Im Raum Linz werden seit Ende Juli 2026 vermehrt Legionellenerkrankungen untersucht. In einer Verdunstungskühlanlage am Dach des Stromnetzgebäudes in der Wiener Straße wurden die Bakterien nachgewiesen. Die Anlage gehört zur LINZ STROM GAS WÄRME GmbH.

Ob und in welchem Umfang diese Kühlanlage mit den aktuellen Krankheitsfällen in Verbindung steht, ist derzeit noch nicht geklärt. Die Behörden untersuchen auch weitere mögliche Quellen im Stadtgebiet.

Verursacher noch nicht bestätigt

Die LINZ STROM GAS WÄRME GmbH ist bislang nicht als Verursacherin bestätigt. Es liegt lediglich ein Legionellenbefund in der technischen Kühlanlage vor. Ein mikrobiologischer oder genetischer Nachweis, dass es sich um dieselben Erregerstämme handelt wie bei den Erkrankten, existiert nicht.

Die betroffene Anlage wurde nach Bekanntwerden des Befunds intensiv gereinigt, das Wasser vollständig ausgetauscht und hochdosiert desinfiziert. Weitere Proben und laufende Kontrollmessungen wurden veranlasst, ein unabhängiger Sachverständiger ist eingebunden.

Nassbetrieb abgeschaltet

Seit 24. August 2026 läuft die Kühlanlage im Trockenbetrieb. Der Nassbetrieb, bei dem Wasser zur Kühlung versprüht wird, wurde abgeschaltet. Dadurch wird kein Wassernebel mehr erzeugt, die Bildung von Legionellen ist somit ausgeschlossen.

Ein künftiger Nassbetrieb soll erst nach klar definierten technischen und fachlichen Freigabekriterien sowie in Abstimmung mit den Behörden wieder aufgenommen werden.

Trinkwasser nicht betroffen

Die öffentliche Trinkwasserversorgung ist nicht betroffen. Das Kühlsystem hat keine Verbindung zur Trinkwasserversorgung oder zum Wasserleitungssystem. Es ist ein eigenes technisches System, ähnlich wie das Kühlwasser in einem Industriebetrieb.

Man kann sich mit Legionellen anstecken, wenn man feinste Wassertröpfchen einatmet, die Legionellen enthalten – sogenannte Aerosole. Von Mensch zu Mensch wird die Krankheit nicht übertragen.

Wer glaubt, erkrankt zu sein, sollte einen Arzt aufsuchen oder die Gesundheitsberatung 1450 anrufen. Im Notfall sollte man ins Spital gehen.

Für weitere Fragen hat die LINZ AG eine Hotline unter 0732/3400-4004 eingerichtet, erreichbar Montag bis Freitag zwischen 08.00 und 18.00 Uhr.

Quelle: https://www.linzag.at/portal/de/ueber_die_linzag/news/news_detail_122240.html

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