Legionellen-Infektionen in Oberösterreich häufen sich

In oberösterreichischen Spitälern werden derzeit mehrere Patientinnen und Patienten wegen Legionellen-Infektionen behandelt. Allein am Kepler Universitätsklinikum in Linz mussten bereits sechs Erkrankte versorgt werden, einige davon intensivmedizinisch, so die „Kronen Zeitung“.
Am Kepler Universitätsklinikum in Linz wurden bereits sechs Patientinnen und Patienten wegen Legionellen-Infektionen behandelt. Ein Teil der Erkrankten musste auf der Intensivstation versorgt werden. Auch andere Spitäler in Oberösterreich bestätigen entsprechende Fälle, wie die „Kronen Zeitung“ am Dienstag berichtet.
Rainer Gattringer, Infektiologe und ärztlicher Leiter des Klinikums Wels-Grieskirchen, weist darauf hin, dass vor allem ältere Menschen und Personen mit Grunderkrankungen besonders gefährdet sind.
Infektion über Warmwasserleitungen möglich
Bei der Abklärung der Fälle sei entscheidend, ob die Ansteckung im Ausland oder im Inland erfolgt sei, erklärt Gattringer. Wenn die Infektion in Österreich stattgefunden habe, müsse die Infektionsquelle ermittelt werden. „Vielleicht gibt es ein Problem in der Warmwasserleitung“, so der Mediziner.
Legionellen vermehren sich etwa in Wasserleitungen oder Duschen, wenn Wasser längere Zeit steht und sich erwärmt. Gefährlich werden die Bakterien, wenn winzige Wassertröpfchen eingeatmet werden – dann können sie eine schwere Lungenentzündung verursachen.
Schwere Verläufe mit Beatmungspflicht
Die Erkrankung verlaufe oft so schwer, dass Betroffene intensivmedizinisch behandelt und beatmet werden müssen, sagt Gattringer. Viele Patientinnen und Patienten entwickelten zudem Herz-Kreislauf-Probleme. Zu den weiteren Symptomen zählen hohes Fieber, Husten und Atemnot.
Da die Erkrankung meldepflichtig ist, werden sämtliche Fälle an die Gesundheitsbehörden übermittelt.