Lehrer testeten KI-Tools in Lissabon

Bastian Heel und Gabriel Hagn absolvierten eine einwöchige Erasmus+-Fortbildung am Europass Teacher Academy Centre in Portugal. Dort lernten sie digitale Werkzeuge und künstliche Intelligenz für den Schulalltag kennen.
Bastian Heel und Gabriel Hagn nahmen im Rahmen von Erasmus+ an einem Kurs zu digitalen Tools und künstlicher Intelligenz am Europass Teacher Academy Centre in Lissabon teil. Die einwöchige Fortbildung vermittelte praktische Anwendungen für den Unterricht.
Austausch mit Lehrkräften aus ganz Europa
Am ersten Tag stand das Kennenlernen im Mittelpunkt. Die Teilnehmenden waren Lehrkräfte aus verschiedenen europäischen Ländern. Jede Person stellte die eigene Schule vor. In der Fragerunde zeigte sich, wie unterschiedlich Schule organisiert sein kann und welche gemeinsamen Herausforderungen es gibt. Als erstes Werkzeug wurde Google Lens getestet. Die Gruppe probierte Bildersuche und Übersetzungsfunktion aus und sammelte Ideen für den Einsatz im Unterricht.
Theoretische Grundlagen für digitale Medien
Der zweite Tag widmete sich der Theorie hinter dem Einsatz digitaler Medien. Das 4C-Modell nennt vier Kompetenzen: Kreativität, Kommunikation, Kollaboration und kritisches Denken. Mit dem SAMR-Modell überlegten die Teilnehmenden, wie sich der Technikeinsatz im Unterricht von einem bloßen Ersatz für Papier zu wirklich neuen Lernformen weiterentwickeln lässt.
Praktisch wurde es mit Mentimeter, mit dem Lerninhalte aufbereitet wurden, und mit Google Maps, das als Lernwerkzeug neu entdeckt wurde.
Schnitzeljagd durch das Museum
Am dritten Tag verlagerte sich der Unterricht in ein Museum. Dort wurden die Lehrkräfte in Gamification und Game-Based Learning eingeführt. Sie entwickelten kooperative und kollaborative Aktivitäten und probierten sie gleich aus. Den Schlusspunkt setzte eine Schnitzeljagd quer durchs Museum, organisiert mit der App GooseChase. Lehrkräfte können damit Gruppen kleine Aufgaben und Missionen stellen.
KI-gestützte Anwendungen für den Unterricht
Am Donnerstag ging es um konkrete digitale Werkzeuge. Die Teilnehmenden bauten selbst eine GooseChase. Sie lernten außerdem zwei Anwendungen mit KI kennen:
Mit Conker.ai können Lehrkräfte interaktive Quizze und Übungen erstellen.
Diffit erstellt Arbeitsblätter und passt sie an. So hilft es, Kinder in der Klasse je nach Bedarf unterschiedlich zu fördern.
Am Ende sprachen alle offen über die Chancen und Risiken von KI im Unterricht und in der Vorbereitung.
Materialgestaltung mit digitalen Tools
Am letzten offiziellen Kurstag ging es um die Gestaltung von Materialien. Canva passt gut für Spiele, Unterrichtsmaterialien und Präsentationen. Padlet ist eine interaktive Pinnwand. Man kann damit auch eine Unterrichtseinheit gliedern. Napkin verwandelt Texte in Infografiken. So lässt sich Lernstoff leichter verständlich zeigen.
Zum Schluss überlegten die Teilnehmenden gemeinsam, wie sie das Gelernte im eigenen Unterricht einsetzen können. Sie sprachen auch darüber, welche Rolle KI in Zukunft spielen könnte.
Erkenntnisse für den Schulalltag
Die Woche brachte den beiden Lehrern viele praktische Ideen, neue Kontakte zu Kolleginnen und Kollegen aus ganz Europa und einen frischen Blick auf den eigenen Unterricht. Wichtig war die Erkenntnis aus dem SAMR-Modell: Nicht jedes Tool macht den Unterricht automatisch besser. Entscheidend ist, wie es eingesetzt wird. Die beiden freuen sich darauf, einiges davon am Franziskanergymnasium auszuprobieren.
Quelle: https://franziskanergymhall.tsn.at/news/digitale-tools-aus-lissabon
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