Lehrwerkstätte in Rotenturm: SPÖ und Opposition streiten

Mathias FischerMathias Fischer
© Mit KI (Gemini) generiert

Der Lehrwerkstätte von „Jugend am Werk“ in Rotenturm droht das Aus. Grund sind Budgetkürzungen des Bundes. SPÖ-Landesrat Leonhard Schneemann macht die ÖVP verantwortlich, während FPÖ und ÖVP die Landesregierung in der Pflicht sehen.

Die Lehrwerkstätte von „Jugend am Werk“ in Rotenturm (Bezirk Oberwart) steht vor dem Aus. Laut einem Medienbericht fehlen 1,3 Millionen Euro für den Weiterbetrieb – Geld, das der Bund einsparen will. Zuletzt absolvierten 25 Lehrlinge dort ihre Ausbildung. Ende November sollen alle sechs Ausbildner gekündigt werden. Anschließend ist eine Neuausschreibung geplant, bei der sich die Werkstätte als Lehrbetrieb bewerben kann.

ÖVP und FPÖ fordern Einsatz der Landesregierung

ÖVP-Klubobmann Bernd Strobl warf Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) vor, die Jugend „im Stich zu lassen“. Er verlangte von Doskozil und Landesrat Leonhard Schneemann (SPÖ), gemeinsam mit dem Arbeitsmarktservice (AMS) den Erhalt der Einrichtung zu sichern. FPÖ-Landtagsabgeordneter Markus Wiesler warnte: Hier würden Facharbeiter ausgebildet, die die Wirtschaft brauche. Jugendliche, die beim Berufseinstieg zusätzliche Unterstützung benötigen, erhielten hier eine Chance. Wer diese Struktur aufs Spiel setze, gefährde berufliche Zukunft und soziale Sicherheit zugleich.

Schneemann weist Verantwortung zurück

Schneemann konterte mit dem Vorwurf einer „schamlosen Ursachenumkehr“ an Strobl. Das „ÖVP-Budgetdesaster“ im Bund bedrohe Fachkräfte im Südburgenland. Die burgenländische Jugend dürfe nicht dafür büßen, dass eine ÖVP-geführte Bundesregierung und ein ÖVP-geführtes AMS wegen eines ÖVP-verursachten Budgetfiaskos die Mittel streichen. Das Land könne nicht eingreifen, wenn Verträge zwischen AMS und „Jugend am Werk“ auslaufen und regulär neu ausgeschrieben werden müssen. Er gehe davon aus, dass sich „Jugend am Werk“ erneut um die AMS-Maßnahme bemühen und an der Neuausschreibung teilnehmen werde. Die Fachkräfteausbildung habe für das gesamte Südburgenland hohen Stellenwert, „Jugend am Werk“ leiste seit Jahren einen wichtigen arbeitsmarktpolitischen Beitrag.

Quelle: APA

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