Leichtfried besucht Drohnen-Hochschule in Kufstein

Staatssekretär Jörg Leichtfried (SPÖ) informierte sich am 28. Oktober an der Hochschule Kufstein über Drohnenforschung und -ausbildung. Die HOK bietet europaweit den ersten englischsprachigen Bachelor in Drone Engineering an.
Wie aus wissenschaftlichen Konzepten praxistaugliche Drohnenanwendungen entstehen, stand im Mittelpunkt des Besuchs von Staatssekretär Jörg Leichtfried an der Hochschule Kufstein Tirol (HOK). Studierende, Forschende und Unternehmen präsentierten am 28. Oktober, wie die Region Kompetenzen in dieser Zukunftstechnologie entwickelt.
Die Hochschule nimmt mit dem europaweit ersten englischsprachigen Vollzeit-Bachelorstudiengang in Drone Engineering eine Vorreiterrolle ein. Das Studium kombiniert Drohnendesign, Steuerung und Programmierung mit künstlicher Intelligenz, Sensorik und Datenanalyse.
Simulation und Praxis im Labor
Dem Staatssekretär für Staatsschutz und Nachrichtendienste wurde demonstriert, wie Drohnenmissionen geplant, simuliert und praktisch durchgeführt werden. Das Mobility Labor und das Vicon Indoor Drone Lab bieten dafür eine kontrollierte Umgebung für Forschung und Lehre.
Die Ausbildung ist eng mit den Forschungsaktivitäten verknüpft. Präsentiert wurden unter anderem Wasserstoff-Drohnen, innovative Energiekonzepte und autonome Drohnenschwärme. „Die Forschung an der HOK adressiert zentrale Herausforderungen des Drohneneinsatzes: längere Flugzeiten, die intelligente Zusammenarbeit mehrerer Drohnen und den zuverlässigen Einsatz autonomer Systeme“, erklärte FH-Rektor Prof. (FH) PD Dr. Mario Döller. Studierende können ihre Kompetenzen direkt an diesen Forschungsfragen vertiefen.
Sicherheitspolitische Herausforderungen
Leichtfried zeigte sich beeindruckt: „Drohnen bieten große Chancen, stellen uns aber auch vor neue sicherheitspolitische Aufgaben. Der Schutz vor missbräuchlicher Nutzung ist eine gesamtstaatliche Herausforderung, die ein abgestimmtes Vorgehen aller relevanten Akteure erfordert – von der Gesetzgebung über die Sicherheitsbehörden bis hin zu Forschung und Industrie.“ Der Kufsteiner Studiengang sei ein großer Meilenstein für den österreichischen Wissenschaftsstandort. Der Staatssekretär sprach Lehrenden und Studierenden seinen Respekt und Dank aus.
Unternehmen zeigen Anwendungsfelder
Unternehmenspräsentationen machten die Vielfalt des Drohnenökosystems am Standort sichtbar. TWINS stellte Kompetenzen im Drohnenbau vor, VOERE präsentierte Drohnenabwehr und die Drone Champions League den Drohnenrennsport. Deep Blue Aviation zeigte Wasserstoff-Drohnen. UXMachines aus Australien gab per Videoschalte Einblicke in U-Space, die digitale Organisation des Drohnenverkehrs. Der Bezirksfeuerwehrverband Kufstein ergänzte das Programm um zivile Einsatzdrohnen.
Die Beiträge zeigten, wie wissenschaftliche Expertise, unternehmerisches Know-how und praktische Einsatzerfahrung ineinandergreifen. Die Hochschule bildet Fachkräfte aus, erforscht neue Technologien und bietet Unternehmen Anknüpfungspunkte für gemeinsame Entwicklungen.
Abschließend tauschten sich die Teilnehmer über die Bedarfe der Industrie und des Bundesministeriums für Inneres aus. Diskutiert wurde, wie Ausbildung, Forschung und betriebliche Praxis künftig noch enger verzahnt werden können.
Quelle: OTS
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