Lenzing AG erhöht Grundkapital um 300 Millionen Euro

Die Lenzing AG hat bei einer außerordentlichen Hauptversammlung eine Kapitalerhöhung von rund 300 Millionen Euro beschlossen. Die Maßnahme soll die Finanzstruktur stärken und die Umsetzung der Strategie „Grow Nonwovens, Reset Textiles“ unterstützen.
Lenzing – Die außerordentliche Hauptversammlung der Lenzing AG hat am Dienstag eine Erhöhung des Grundkapitals beschlossen. Das Volumen beträgt rund 300 Millionen Euro. Die Kapitalerhöhung erfolgt gegen Bareinlage unter Wahrung des gesetzlichen Bezugsrechts der Aktionärinnen und Aktionäre durch die Ausgabe neuer Stückaktien auf Inhaber.
Die Durchführung soll spätestens bis zum 25. Februar 2027 abgeschlossen sein. Der Vorstand legt mit Zustimmung des Aufsichtsrates die konkreten Ausgabebedingungen fest, insbesondere den Ausgabekurs. Dabei sind der Hauptversammlungsbeschluss und die gesetzlichen Vorgaben maßgeblich.
Finanzstruktur und strategische Ziele
Die Stärkung der Eigenkapitalbasis verbessert die Bilanzstruktur des Unternehmens und erhöht die finanzielle Stabilität. Zudem schafft die Maßnahme zusätzlichen Handlungsspielraum. Eine solide Eigenkapitalausstattung unterstützt die finanzielle Flexibilität und die Umsetzung der im Juli 2026 angekündigten Strategie „Grow Nonwovens, Reset Textiles“.
Georg Kasperkovitz, CEO der Lenzing AG, betonte die breite Zustimmung der Aktionärinnen und Aktionäre. Insbesondere die Hauptaktionäre B&C Gruppe und Suzano sowie die Oberbank AG hätten Vertrauen in die strategische Neuausrichtung gezeigt. „Die Kapitalerhöhung stärkt unsere Finanzstruktur und ist ein wichtiger Baustein für die erfolgreiche Umsetzung unserer Strategie ‚Grow Nonwovens, Reset Textiles'. Damit schaffen wir die Voraussetzungen, die Profitabilität der Lenzing AG nachhaltig zu steigern und langfristigen Wert zu schaffen“, sagte Kasperkovitz.
Neues Aufsichtsratsmitglied gewählt
Die Hauptversammlung wählte Martin Seiter, MBA, in den Aufsichtsrat der Lenzing AG. Die Wahl gilt ab Beendigung der außerordentlichen Hauptversammlung bis zum Ablauf jener Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2028 beschließt.
Die Wahl erfolgte nach dem Ausscheiden von Dr. Franz Gasselsberger, MBA, der sein Mandat auf eigenen Wunsch mit Beendigung der außerordentlichen Hauptversammlung zurückgelegt hat.
Der Aufsichtsrat besteht weiterhin aus zehn von der Hauptversammlung gewählten Mitgliedern: Carlos Aníbal de Almeida Junior, Cornelius Baur, Helmut Bernkopf, Stefan Fida, Markus Fürst, Leonardo Grimaldi, Patrick Lackenbucher, Gerhard Schwartz, Martin Seiter und Astrid Skala-Kuhmann. Zusätzlich gehören dem Aufsichtsrat die vom Betriebsrat entsandten Mitglieder Stefan Ertl, Stephan Gruber, Bonita Haag, Helmut Kirchmair und Michael Bichler an. Patrick Lackenbuche bleibt Aufsichtsratsvorsitzender.
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