Lenzing streicht 2.000 Jobs und stellt Produktion ein

Mona HopfingerMona Hopfinger
Industrie-Silhouetten mit Zahnrädern, Pfeilen, Münzen und Kalenderblättern 2026/2027
© Mit KI (Gemini) generiert

Der Faserhersteller Lenzing schließt im Zuge seiner strategischen Neuausrichtung Standorte im Burgenland und England. Weltweit fallen rund 2.000 Arbeitsplätze weg. Im ersten Halbjahr 2026 sank der Umsatz auf 1,27 Milliarden Euro, der Gewinn stieg jedoch auf 35,6 Millionen Euro, so der ORF.

Der oberösterreichische Faserkonzern Lenzing fährt seine Produktion zurück und baut massiv Stellen ab. Die Faserproduktion im Burgenland wird bis Ende 2026 eingestellt, in England läuft sie 2027 aus. In der Folge gehen weltweit rund 2.000 Arbeitsplätze verloren.

Im ersten Halbjahr 2026 verzeichnete das Unternehmen einen Umsatzrückgang auf rund 1,27 Milliarden Euro, verglichen mit 1,34 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum. Der Gewinn nach Steuern verbesserte sich hingegen von 15,2 Millionen auf 35,6 Millionen Euro. Verantwortlich dafür sind positive Effekte aus Fremdwährungsbewertungen sowie ein verbessertes Finanzergebnis.

Das Marktumfeld ist laut Lenzing von schwankenden Energie- und Rohstoffpreisen, schwacher Nachfrage und verstärktem Wettbewerb aus Asien geprägt.

Strategieprogramm soll 120 Millionen Euro einsparen

Mit dem neuen Strategieprogramm „Grow Nonwovens, Reset Textiles“ will der Konzern das Nonwovens-Geschäft ausbauen und sich im Textilbereich auf Premium-Segmente wie Tencel konzentrieren. Auch das Zellstoff- und Bioraffineriegeschäft soll gestärkt werden. Aus dem Geschäft mit Standardfasern für Textilanwendungen zieht sich Lenzing zurück.

Im Geschäftsjahr 2025 wurden durch Effizienzmaßnahmen bereits über 200 Millionen Euro eingespart. Bis Ende 2027 sollen weitere 120 Millionen Euro ergebniswirksam werden.

Umsatzwachstum und höhere Marge geplant

Für das laufende Geschäftsjahr strebt Lenzing ein Umsatzwachstum sowie eine Steigerung des EBITDA von 150 Millionen Euro an. 20 bis 25 Prozent – auf diese EBITDA-Marge hat das Unternehmen seine Ziele gesetzt. Im Halbjahr 2026 lag das EBITDA bei 239,2 Millionen Euro, nach 268,6 Millionen Euro im Halbjahr 2025. Die Marge betrug 18,9 Prozent.

Im Rahmen der neuen Strategie plant Lenzing, Produktionskapazitäten von Textilfasern auf Nonwovens-Fasern umzustellen und innovative Fasern für dieses Segment zu entwickeln. Das Produktportfolio soll insbesondere im Hygiene-Segment erweitert werden.

Quelle: https://ooe.orf.at/stories/3365643/

Worüber spricht Vöcklabruck morgen?

Bald verfügbar: Kostenloses News Briefing aus deiner Region – jeden Morgen um 6 Uhr.

Mit der Anmeldung nimmst du die Datenschutzerklärung zur Kenntnis.

austria.com auf Google bevorzugen.