Leopoldsdorf plant zweites Rechenzentrum

Mathias FischerMathias Fischer
© panumas nikhomkhai / Pexels (Symbolbild)

In Leopoldsdorf im Bezirk Bruck an der Leitha soll ein weiteres Rechenzentrum entstehen. Der deutsche Entwickler NDC-Garbe will nur wenige hundert Meter vom bereits geplanten CloudHQ-Projekt entfernt ein Datacenter bauen, so der ORF.

In Leopoldsdorf im Bezirk Bruck an der Leitha ist ein zweites Rechenzentrum in Planung. Das bestätigte Bürgermeister Fritz Blasnek (ÖVP) gegenüber noe.ORF.at. Der deutsche Entwickler NDC-Garbe möchte nur wenige hundert Meter vom bereits genehmigten Projekt des US-Konzerns CloudHQ entfernt ein Datacenter errichten. Die Widmung „Bauland-Sondergebiet-Rechenzentrum“ steht noch aus.

Für das erste Rechenzentrum von CloudHQ hatte der Gemeinderat kürzlich die Genehmigung erteilt. Das 25 Meter hohe Gebäude soll 2027 gebaut werden.

Kritik wegen Lärm und Abwärme

Die Vorhaben stoßen auf Widerstand. Die Grünen aus Maria Lanzendorf, einer Nachbargemeinde im Bezirk Bruck an der Leitha, befürchten eine Beeinträchtigung des Landschaftsbilds und störende Lärmbelastung durch die Rechenzentren. Zudem würden große Mengen an Abwärme anfallen, für die es keine Verwendung gebe. Eine Initiative hat bereits eine Petition gegen die Projekte gestartet.

Bürgermeister Blasnek widerspricht den Bedenken. Es seien keine Geräusche zu hören, es gebe „null Lärmemissionen“, sagte er gegenüber noe.ORF.at. Für die Abwärme werde bereits nach einer Lösung gesucht. Geprüft werde etwa die Einbindung in ein Fernwärmesystem.

Bürgermeister verteidigt Ansiedlung

Ein Rechenzentrum sei für die Gemeinde die bessere Wahl als etwa Betriebe, die viel LKW-Verkehr verursachen würden, argumentierte Blasnek. „Ich verstehe die Aufregung nicht, in Achau gibt es auch ein Datacenter-Projekt, dort beschwert sich aber niemand“, so der Bürgermeister.

Seit Anfang Juni gelten in Niederösterreich neue Regeln für den Bau von Rechenzentren. Unter Berücksichtigung dieser Richtlinien könnte eine niedrige zweistellige Zahl solcher Zentren entstehen. Das Land unterstützt grundsätzlich den Ausbau, will damit aber Nutzungskonflikte möglichst vermeiden.

Quelle: https://noe.orf.at/stories/3367527/

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