Lettische Botschafterin zu Gast bei Bürgermeisterin Kahr

Mona HopfingerMona Hopfinger
Sechs Personen stehen vor einem Wappen, ein großes Buch liegt auf einem Tisch.
© Stadt Graz/Fischer

Die lettische Botschafterin Ingrīda Levrence traf sich mit Grazer Bürgermeisterin Elke Kahr im Rathaus. Thema des Gesprächs waren künftige Kooperationen in Wirtschaft, Forschung und Kultur zwischen der steirischen Landeshauptstadt und dem baltischen Staat.

Bei einem Treffen im Grazer Rathaus haben Bürgermeisterin Elke Kahr und die lettische Botschafterin Ingrīda Levrence über eine Vertiefung der Zusammenarbeit zwischen Graz und Lettland gesprochen. Im Fokus standen gemeinsame Perspektiven in den Bereichen Wirtschaft, Forschung und Kultur sowie die bestehenden Verbindungen zwischen der steirischen Landeshauptstadt und dem baltischen EU-Mitgliedstaat.

Levrence vertritt seit September 2025 die Interessen von 168 lettischen Staatsbürgern mit Hauptwohnsitz und weiteren 85 Personen mit Nebenwohnsitz in Graz. Zudem repräsentiert sie Lettland in Liechtenstein, der Slowakei und der Schweiz. Die Diplomatin zeigte sich besonders an der Kooperation zwischen Unternehmen und Universitäten sowie am kulturellen Austausch interessiert. „Wir freuen uns, wenn wir die Zusammenarbeit noch enger und aktiver gestalten können“, sagte die Botschafterin.

Bürgermeisterin Kahr kennt Lettland aus zahlreichen Besuchen. „Ich kenne Lettland sehr gut und war selbst sicher schon 20 bis 30 Mal dort. Es ist wunderschön und ich habe immer sehr viel Gastfreundschaft erlebt“, so Kahr.

Erfolgreiche Projekte und künftige Schwerpunkte

Lettland und Graz arbeiten schon erfolgreich zusammen. Inga Ulmane, Botschaftsrätin für Wirtschaft und Handel, betonte: „Besonders im Bereich Mobilität haben wir schon erfolgreiche Projekte gemeinsam umgesetzt.” Im Gespräch wurde auch die Zusammenarbeit mit der TU Graz, der Medizinischen Universität Graz und AVL List hervorgehoben. In Zukunft sollen die Wirtschaftsbeziehungen noch enger werden, vor allem bei Biomedizin und Pharmazie, Mobilität und Smart Cities. Als Nächstes könnte eine Grazer Delegation nach Lettland reisen. So sollen die Unternehmen direkter miteinander ins Gespräch kommen. Auch die Hochschulen und der Austausch von Studierenden sollen weiter unterstützt werden.

Kulturelle und architektonische Verbindungen

Eine besondere kulturelle Verbindung stellt die lettische Mezzosopranistin Elīna Garanča dar, die sich im August 2023 anlässlich ihrer Auftritte auf der Schloßbergbühne Kasematten in das Goldene Buch der Stadt Graz eintrug. Auch das Kammermusikfestival, das einmal jährlich in Graz stattfindet, bietet eine Bühne für lettische Musiker.

Graz hat auch architektonische Spuren in Lettland hinterlassen: Die vom Grazer Architekten Volker Giencke entworfene Konzerthalle „Great Amber“ (Großer Bernstein) in Liepāja gilt seit ihrer Eröffnung im Jahr 2015 als modernes Wahrzeichen der lettischen Hafenstadt und zählt zu den markantesten Kulturbauten des Landes.

Zum Abschluss des Treffens verewigte sich die Botschafterin im Goldenen Buch der Stadt Graz. Für sie war es der erste Besuch in der steirischen Landeshauptstadt.

Quelle: https://www.graz.at/cms/beitrag/10474534/8114224/Lettland_und_Graz_im_Dialog.html

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