Leyrer + Graf feiert 100 Jahre Unternehmensgeschichte

Das Bauunternehmen Leyrer + Graf hat sein 100-jähriges Bestehen mit einer Gala in Grafenegg begangen. Rund 400 Gäste, darunter Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, würdigten die Entwicklung vom regionalen Zimmereibetrieb zu einem der zehn größten Bauunternehmen Österreichs.
Am Donnerstagabend feierte das Bauunternehmen Leyrer + Graf sein 100-jähriges Jubiläum mit einer exklusiven Gala in Grafenegg. Etwa 400 geladene Gäste, darunter Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Auftraggeber, Geschäftspartner und Wegbegleiter, blickten auf ein Jahrhundert Unternehmensgeschichte zurück. Was 1926 als regionaler Bau- und Zimmereibetrieb in Gmünd seinen Anfang nahm, beschäftigt heute rund 3.000 Mitarbeiter an 19 Standorten.
Mikl-Leitner würdigt Erfolgsgeschichte
In ihrer Festansprache bezeichnete die Landeshauptfrau das Jubiläum als weit mehr als einen Geburtstag. „Es ist die Geschichte eines Vorzeige-Unternehmens, die Geschichte einer Familie und die Geschichte vieler tausender Menschen, die über Generationen hinweg geplant gerechnet, vermessen, gezimmert, gemauert und gebaut haben“, sagte Mikl-Leitner. Sie sprach der Familie Graf Anerkennung und Wertschätzung aus.
Die Landeshauptfrau zog einen Vergleich zu einem Bauwerk: „Wenn ein Bauwerk hundert Jahre halten soll, braucht es ein ordentliches Fundament“, betonte sie. Dieses Fundament sei 1926 in Gmünd gelegt worden – durch handwerkliches Können, unternehmerischen Mut, Verlässlichkeit und die tiefe Verbundenheit mit der Region.
Von der Gründung bis heute
Mikl-Leitner erinnerte daran, dass Anton Leyrer das Unternehmen 1926 gegründet hatte. Franz Graf sei 1947 als Lehrling eingestiegen, jüngster Baumeister Österreichs geworden und habe den Betrieb von einem Regionalbetrieb zu einem überregionalen Unternehmen ausgebaut. Der Landeshauptfrau gratulierte dem „Altchef“ zu seinem Lebenswerk.
Seit 2013 steht Stefan Graf an der Spitze des Unternehmens. Er habe die Entwicklung zum modernen Komplettanbieter fortgesetzt – mit Digitalisierung, neuen Technologien, effizienteren Prozessen und Blick auf Nachhaltigkeit, führte Mikl-Leitner aus. Heute zähle das Unternehmen zu den zehn größten Bauunternehmen Österreichs mit rund 635 Millionen Euro an Bauleistung.
Verwurzelung in der Region betont
Trotz Wachstum und Erfolg sei Leyrer + Graf bodenständig geblieben und tief verwurzelt in der Region, betonte die Landeshauptfrau. „Das Waldviertel braucht starke Betriebe“, sagte sie. Das Unternehmen gebe jungen Menschen in der Region eine Chance und zeige, dass man Erfolgsgeschichte nicht nur im urbanen, sondern auch im ländlichen Raum schreiben könne. Sie nannte in diesem Zusammenhang auch das Ausbildungszentrum in Horn.
Mikl-Leitner bedankte sich bei Stefan Graf, weil er für jene Tugenden einstehe, die das Land und die Wirtschaft über Generationen hinweg erfolgreich gemacht hätten: Leistung, Eigenverantwortung und Hausverstand. „Leistung bringt unser Land voran. Sie schafft Innovation und Produktivität“, sagte die Landeshauptfrau. Man müsse den Menschen wieder mehr zutrauen und ihnen vertrauen.
Nicht jede Herausforderung brauche ein neues Gesetz und nicht jedes Problem eine neue Vorschrift, oft schaffe der Hausverstand die besten Lösungen, so Mikl-Leitner. In Niederösterreich habe man jedes sechste Landesgesetz entbürokratisiert, eine neue Umbauordnung mache Bauen und Sanieren billiger und effizienter. Die Task Force Wirtschaft unterstütze Unternehmen, Verfahren zu beschleunigen.
CEO Graf: „Einzigartiger Moment“
CEO Stefan Graf bezeichnete 100 Jahre Leyrer + Graf als großen Höhepunkt. „Es ist ein einzigartiger Moment und ich bin froh und stolz, das erleben zu dürfen“, sagte er. Er stehe stellvertretend für die Familie Graf und die 3.000 Mitarbeiter, die Teil einer ganz großen Familie seien. Er bedankte sich bei den langjährigen Auftraggebern, Geschäftspartnern, Wegbegleitern und Freunden des Hauses für ihr Kommen.
„Unser Jahr 100 ist einzigartig“, führte Graf aus. Es sei nicht die Zahl alleine, sondern die Botschaft dahinter. Damit werfe man einen Blick auf eine ganze Epoche Unternehmertum: von Anton Leyrer, Franz Graf und ihm selbst. „Kein Unternehmen der Welt könnte so eine Geschichte schreiben ohne die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, zeigte sich Graf beeindruckt von deren Entschlossenheit, Tatkräftigkeit und Zielstrebigkeit. Der CEO sprach außerdem von einer „Epoche der Partnerschaft“ und unterstrich das gemeinsame Lösen von Problemen mit Kunden und Lieferanten.
Führungsspitze über Unternehmenskultur
In einer Gesprächsrunde zeigte sich CFO Christian Bruckner, seit acht Jahren Teil der Firma, beeindruckt von der Unternehmenskultur. „Jede Entscheidung wird daran gemessen, was sie für die Zukunft bedeutet“, so Bruckner. COO Peter Haas, seit eineinhalb Jahren bei Leyrer + Graf tätig, sprach von einer „wahnsinnigen Kultur der Zusammenarbeit und der Zugehörigkeit“. Als Geheimnis des Erfolgs nannte er Kompetenz, Einsatzbereitschaft und Loyalität sowie den starken Zusammenhalt innerhalb des Unternehmens.
In den vergangenen 15 Jahren habe sich die Zahl der Mitarbeiter verdoppelt, führte CEO Stefan Graf aus. Die größte Herausforderung bestehe darin, das Gleichgewicht zwischen Innovation und Tradition zu bewahren.
Unter dem Jubiläumsmotto „Gestern. Heute. Morgen.“ führte Moderatorin Lisa Gadenstätter durch den Abend. Für einen emotionalen Höhepunkt sorgte die Jubiläumszeremonie der Familie Graf: Mit Jubiläumstorte und erhobenen Gläsern wurde das 100-jährige Bestehen gefeiert.
Quelle: OTS
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