LFS Hollabrunn nimmt Parzellenmähdrescher in Betrieb

An der Landwirtschaftlichen Fachschule Hollabrunn ist ein neuer Parzellenmähdrescher im Einsatz. Das Spezialgerät für die Forschung soll künftig auch an anderen landwirtschaftlichen Fachschulen in Niederösterreich verwendet werden.
Die Landwirtschaftliche Fachschule (LFS) Hollabrunn hat ein neues Erntegerät in Betrieb genommen. Der Parzellenmähdrescher soll in Zukunft auch an weiteren landwirtschaftlichen Fachschulen in Niederösterreich zum Einsatz kommen.
Bei einem Parzellenmähdrescher handelt es sich um ein Spezialgerät für die landwirtschaftliche Forschung. Die Fachschulen legen kleine Versuchsflächen von etwa zehn bis 20 Quadratmetern an, um Sorten, Pflanzenschutzmittel, Düngestrategien und neue Kulturführungsmaßnahmen wie wassersparende Bodenbearbeitung zu testen. Diese Flächen müssen jeweils separat und vermischungsfrei geerntet werden, damit die Ergebnisse wissenschaftlich vergleichbar sind.
Modernste Technik für Schüler und Forschung
„Die landwirtschaftlichen Fachschulen Niederösterreichs leisten mit ihrer Versuchsarbeit einen wichtigen Beitrag für die Landwirtschaft von morgen. Mit dem neuen Parzellenmähdrescher an der LFS Hollabrunn heben wir diese wertvolle Arbeit auf ein neues technisches Niveau“, betont Bildungs-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister. Zugleich könnten Schülerinnen und Schüler im praktischen Unterricht direkt mit modernster Agrartechnik arbeiten.
Das neue Gerät ermöglicht die präzise, vermischungsfreie Ernte jeder einzelnen Versuchsparzelle. Parzellengewicht und Kornfeuchte werden automatisch digital erfasst und statistisch verrechnet. So lässt sich exakt bestimmen, welche Sorte oder Kulturmaßnahme mehr Ertrag bringt, besser mit Trockenheit zurechtkommt oder widerstandsfähiger gegenüber Krankheiten ist.
Verlässliche Grundlage für Versuchsarbeit
„Mit dem neuen Parzellenmähdrescher können wir unsere Versuchsflächen rasch, zielgenau und mit wenig Personaleinsatz beernten. Das schafft eine verlässliche Grundlage für unsere Versuchsarbeit“, erklärt Franz Ecker, Betriebsleiter der LFS Hollabrunn.
Die Ergebnisse der Kleinparzellenversuche bilden die Grundlage für neue, leistungsfähige, klimafitte Sorten und Kulturmaßnahmen für die landwirtschaftliche Praxis.
Quelle: OTS
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