Linz AG treibt Kreislaufwirtschaft im Bau voran

Mona HopfingerMona Hopfinger
Kreislaufwirtschaft am Bau: Demontage eines Hauses, Baustoffe im Kreislauf und Neubau eines Gebäudes.
© Mit KI (Gemini) generiert

Die Initiative re_use bringt Stadt Linz, Land Oberösterreich und Wirtschaft zusammen. Ziel ist es, Kreislaufwirtschaft in der Baupraxis zu verankern. Eine Arbeitskonferenz zog am 15. Oktober Zwischenbilanz.

Die Bauwirtschaft steht vor einem grundlegenden Wandel. Wie Gebäude über Jahrzehnte genutzt werden, welche Ressourcen sie verbrauchen und welche Kosten über den gesamten Lebenszyklus anfallen, wird bereits bei Entscheidungen über Neubau, Sanierung oder Rückbau festgelegt.

Die Stadt Linz und die LINZ AG haben die Initiative re_use im Jahr 2024 gemeinsam mit Partnern aus der Bauwirtschaft ins Leben gerufen. Ein Jahr später kam die Sparkasse Oberösterreich als Finanzierungspartner hinzu. Seit Anfang 2026 beteiligt sich auch das Land Oberösterreich an der Initiative. Aus dem ursprünglich Linzer Projekt ist damit eine oberösterreichweite Partnerschaft geworden.

Zusammenarbeit von Politik und Wirtschaft

Aktuell arbeiten Stadt Linz, Land Oberösterreich und LINZ AG gemeinsam mit STRABAG, SWIETELSKY, der Sparkasse Oberösterreich und weiteren Partnern daran, Lösungen für Neubau, Sanierung und Rückbau zu entwickeln. Diese werden in realen Projekten getestet. Die Initiative verbindet Politik, Wirtschaft, Fachleute und Pioniere in einer missionsgetriebenen Partnerschaft.

Die beteiligten Träger legen die zentralen Fragestellungen gemeinsam fest und erarbeiten konkrete Maßnahmen für die Praxis. Das Innovation in Politics Institute begleitet und moderiert den Prozess als neutraler Partner. Die Initiative will über fachlichen Austausch hinausgehen: Erkenntnisse sollen in konkrete Anwendungen umgesetzt werden, um Kreislaufwirtschaft schrittweise in der Baupraxis zu etablieren.

Arbeitskonferenz im Lentos

Am 15. Oktober 2026 fand im Lentos Kunstmuseum eine Arbeitskonferenz statt. Diese zog eine Zwischenbilanz und richtete den Blick auf die nächsten Schritte.

„Wenn es um die Gestaltung unserer Zukunft geht, ist Kreislaufwirtschaft ein wichtiger Bereich, der zudem über hohes Potenzial verfügt“, sagte Erich Haider, Generaldirektor der LINZ AG. Die Initiative biete die Möglichkeit, gemeinsam mit starken Partnern neue Lösungen zu erarbeiten. Für die LINZ AG, die selbst in Infrastruktur für Generationen investiere, sei die Veranstaltung ein wertvoller Impulsgeber. Bei der Pressekonferenz wurde Haider durch Linda Peer, Leiterin der LINZ AG-Abfallwirtschaft, vertreten.

Quelle: https://presse.linzag.at/news-pressekonferenz-kreislaufwirtschaft-im-bau-wird-zur-gemeinsamen-praxis?id=250320&menueid=32982&l=deutsch

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