Linz: Kühlturm als Quelle für Legionellen identifiziert

Bei dem Legionellenausbruch in Linz sind insgesamt 32 Menschen erkrankt, drei Personen sind gestorben. Ein Kühlturm in der Wienerstraße konnte nun als Quelle bestätigt werden, so der ORF.
Seit dem Beginn des Legionellenausbruchs im Raum Linz wurden 32 Erkrankungen registriert, drei Menschen sind verstorben. Seit über einer Woche wurde kein neuer Fall mehr gemeldet, teilten das Land Oberösterreich, die Bezirkshauptmannschaft Linz-Land, der Magistrat Linz und die AGES am Freitag mit.
Die Verdachtsmomente bezüglich eines Zusammenhangs mit Kühlanlagen eines Betriebs im Linzer Stadtgebiet hätten sich zuletzt verstärkt. Ein Sequenzierungsergebnis brachte nun die Bestätigung: Ein Legionellenisolat aus einem Kühlturm in der Wienerstraße stimmt mit einem Patientenisolat überein. Auch die räumliche und zeitliche Verteilung der Fälle sowie erste Analysen der Luftströmungen würden auf einen Zusammenhang hinweisen.
Linz AG bedauert Vorfall
Die Linz AG wurde am Freitag erstmals von den Behörden über den übereinstimmenden Nachweis informiert. Das Unternehmen äußerte „großes Bedauern“ und zeigte sich zugleich erleichtert, dass die betroffene Person mittlerweile wieder genesen ist.
Das Unternehmen verwies darauf, dass derzeit kein Nachweis für einen Zusammenhang mit weiteren Erkrankungen vorliege. Nach Bekanntwerden des Legionellen-Nachweises sei die betroffene Anlage gereinigt und desinfiziert worden. Anschließend wurde auf Trockenbetrieb umgestellt. Damit sei eine weitere Bildung von Legionellen ausgeschlossen.
Ursache wird weiter untersucht
Warum die Legionellen aufgetreten sind, werde weiterhin untersucht. Die Anlage entspreche dem neuesten Stand der Technik, und alle vorgeschriebenen Überprüfungen seien ordnungsgemäß erfolgt, betonte die Linz AG.
Das Unternehmen hob besonders hervor, dass die Trinkwasserversorgung nicht betroffen sei und auch zu keinem Zeitpunkt betroffen gewesen sei. Laut AGES wurden bisher mehr als 200 Wasserproben aus Haushalten, Arbeitsstätten, Beherbergungsbetrieben und Kühlanlagen untersucht.
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