Linzer Gymnasium führt Gebärdensprache als Fach ein

Mona HopfingerMona Hopfinger
Gebärdensprache: Hände bilden Zeichen, Brücke in Buch, Tafel mit Graphen
© Mit KI (Gemini) generiert

Am Körnergymnasium in Linz können Schülerinnen und Schüler seit kurzem Gebärdensprache als Wahlpflichtfach wählen. Ab 2030 ist auch eine Matura in diesem Fach möglich, so der ORF.

Das Körnergymnasium in Linz ist die erste Schule in Oberösterreich, die Gebärdensprache als Wahlpflichtfach anbietet. Derzeit nehmen sieben Schülerinnen an dem Unterricht teil. Ihre Motivation reicht von persönlicher Faszination für die Sprache bis zu beruflichen Perspektiven.

Pamela Gebetsberger, die das Fach unterrichtet, sieht darin einen wichtigen Beitrag zur Inklusion: „Natürlich ist das ein ganz großer Schritt Richtung Teilhabe, besonders auch im Bildungssystem.“

Lehrplan und Ausbildungsziele

Der Unterricht folgt einem strukturierten Lehrplan. Die Schülerinnen und Schüler lernen, Gebärdensprache zu verstehen und selbst anzuwenden. Auch die Grammatik wird vermittelt. Das Fach soll die Basis für eine spätere Dolmetschausbildung schaffen. Julia Steiner, Direktorin des Gymnasiums, ist von den Möglichkeiten überzeugt, die das neue Angebot den Jugendlichen eröffnet.

Hoher Bedarf an Dolmetscherinnen

In Oberösterreich leben etwa 1.500 Menschen, die hochgradig schwerhörig oder gehörlos sind. Sie sind im Alltag auf die Hilfe von Dolmetscherinnen und Dolmetschern angewiesen. Sophie Gruber, selbst Gebärdensprach-Dolmetscherin, berichtet von einer hohen Nachfrage und vielfältigen Berufschancen. Die Sorge, dass Künstliche Intelligenz diese Tätigkeit ersetzen könnte, bestehe in der Branche nicht.

Quelle: https://ooe.orf.at/stories/3372343/

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