Linzer Mediziner half bei Aufbau von Bronchoskopie in Tansania

Ein Arzt des Kepler Universitätsklinikums unterstützte im Juli eine Woche lang ein Krankenhaus in Tansania beim Aufbau einer Bronchoskopieeinheit. Der Einsatz dient einer TB-Studie und soll die Diagnostik vor Ort dauerhaft verbessern.
Dr. Matthias Neuböck von der Klinischen Abteilung für Infektiologie und Tropenmedizin des Kepler Universitätsklinikums verbrachte im Juli 2026 eine Woche am Mbeya Zonal Referral Hospital in Tansania. Das tertiäre Referenzkrankenhaus ist mit dem Mbeya Medical Research Centre verbunden und Standort der TB-Sequel-Studie.
Gemeinsam mit der LMU München half Neuböck dem lokalen Team, eine Bronchoskopieeinheit einzurichten. Neben der technischen Installation entwickelten die Beteiligten Untersuchungsabläufe, führten Simulationstrainings durch und absolvierten klinische Übungen. Auch eine erste Bronchoskopie wurde gemeinsam vorgenommen.
Manuelle Aufbereitung als Herausforderung
Besonders anspruchsvoll war die Geräteaufbereitung. Dafür wurden zunächst manuelle Verfahren eingeführt. Für Neuböck, der bereits sechs Monate in Gambia war, stellte der Einsatz einen weiteren internationalen Erfahrungsschritt dar.
Im Zentrum stand der wechselseitige Austausch: Während die Kolleginnen und Kollegen vor Ort ihre Kenntnisse der lokalen Gegebenheiten einbrachten, steuerte Neuböck sein bronchoskopisches und infektiologisches Fachwissen bei.
Millionen Menschen ohne regelmäßige Bronchoskopie
Das Mbeya Zonal Referral Hospital versorgt ein Gebiet von mehreren Millionen Menschen. Bisher stand dort keine regelmäßig verfügbare Bronchoskopie zur Verfügung. Der Besuch markierte einen ersten Schritt, diese diagnostische Möglichkeit dauerhaft zu etablieren.
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