Lohnnebenkosten sinken: 59 Millionen Euro Entlastung

Mathias FischerMathias Fischer
Harald Mahrer, WKO-Präsident, im Gespräch vor rotem Banner mit weißer Schrift.
© WKB

Ab 2028 werden die Lohnnebenkosten für Dienstgeber um einen Prozentpunkt reduziert. Für die burgenländische Wirtschaft bedeutet das eine Entlastung von mehr als 59 Millionen Euro – die größte Senkung dieser Art in der Geschichte.

Die Wirtschaftskammer sieht eine zentrale Forderung erfüllt: Die Lohnnebenkosten werden ab 2028 um einen Prozentpunkt gesenkt. Für das Burgenland bedeutet diese Maßnahme eine Entlastung von insgesamt 59 Millionen Euro. Rund 30 Millionen Euro davon entfallen auf die gewerbliche Wirtschaft. Die Reduktion übertrifft alle bisherigen Senkungsschritte bei den Lohnnebenkosten.

Österreich zählt bei der Belastung des Faktors Arbeit zu den Spitzenreitern in der OECD. Mit 47,1 Prozent liegt das Land auf Rang vier der 38 Mitgliedsstaaten. Von einem Euro Arbeitskosten bleiben den Arbeitnehmern netto lediglich 53 Cent.

Andreas Wirth, Präsident der Wirtschaftskammer Burgenland, bezeichnet die Senkung als guten Anfang, sieht aber weiteren Handlungsbedarf. „Lohnnebenkosten verteuern Arbeit massiv und bremsen Beschäftigung und Investitionen“, betont er. Weniger Belastung auf Arbeit bringe mehr Wachstum, mehr Beschäftigung und mehr Zukunft.

Positive Effekte für Beschäftigung und Wertschöpfung

Die Senkung soll im Burgenland 251 zusätzliche Jobs schaffen und eine zusätzliche Wertschöpfung von 29 Millionen Euro generieren. Zudem werden 16.800 Arbeitsplätze gesichert, die direkt oder indirekt vom Export abhängen.

Wirth rechnet vor, dass mehr Menschen in Beschäftigung auch die Kaufkraft im Land steigern. Außerdem entstehe mehr Spielraum für Lohn- und Gehaltserhöhungen, die direkt im Börsel der Arbeitnehmer spürbar seien.

Durch die Reduktion der Lohnnebenkosten sinken die Lohn-Stück-Kosten, wodurch der Wirtschaftsstandort Österreich an Wettbewerbsfähigkeit gewinnt. Berechnungen von EcoAustria zeigen: Eine Senkung um einen Prozentpunkt schafft österreichweit 10.000 bis 12.000 Jobs.

Weitere Informationen sind unter wko.at/lohnnebenkosten abrufbar.

Quelle: https://www.wko.at/bgld/news/lohnnebenkostensenkung-bringt-entlastung-der-wirtschaft

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