Mäuseplage bedroht Grünland nach Dürresommer

Mona HopfingerMona Hopfinger
Greifvogel auf Holzpfahl über einem Feld mit Maulwurfshügeln und Mäusen
© Mit KI (Gemini) generiert

Nach dem Regen im September hofften viele Landwirte auf eine letzte Mahd für Viehfutter. Doch nun machen Feld- und Wühlmäuse den Betrieben schwer zu schaffen. Besonders die Wühlmaus richtet massive Schäden an, so der ORF.

Aus der Luft betrachtet erscheint die Region um den Hof von Sepp Kern noch grün. Der September-Regen ließ das Gras zumindest stellenweise wieder sprießen. Doch die erhoffte letzte Mahd wird durch eine Mäuseplage erschwert.

Zwei Arten bereiten den Bauern Schwierigkeiten: die Feldmaus und die Wühlmaus. Letztere arbeitet sich von unten nach oben durch den Boden, wie Kern erklärt. Die Nager fressen an den Wurzeln und lockern dabei die Erde auf. Das erschwert nicht nur das Mähen, sondern bringt auch Erde ins Futter für die Tiere.

Die Wühlmaus sei besonders schwer zu bekämpfen, so der Landwirt. Sie grabe sich bis zu einem halben Meter tief ein. Dadurch seien mechanische Geräte wirkungslos.

Große Flächen schwer zu schützen

Fallen könnten zwar helfen, doch bei großen Arealen stoßen viele Höfe an ihre Grenzen. Allein in Kleinraming werden 13 Hektar Grünland bewirtschaftet.

Hinzu kommt die rasante Vermehrung der Nager. Markus Humer von der Landwirtschaftskammer Oberösterreich weist darauf hin, dass Mäusepopulationen zwar stark zunehmen können, langfristig aber auch wieder einbrechen. Krankheiten und Inzucht würden die Bestände wieder verringern.

Die Schäden auf den Wiesen bleiben trotzdem bestehen. Wo die Mäuse das Wurzelwerk zerstören, wächst oft kein Gras mehr. Braune Flecken entstehen auf den Flächen.

Üblicherweise würden beschädigte Stellen im Herbst nachgesät werden. Doch heuer sei das kaum sinnvoll, meint Kern. Die Mäuse würden die Saat wieder auffressen.

Die Landwirtschaftskammer rät deshalb, bereits jetzt Vorkehrungen für das kommende Frühjahr zu treffen. Dazu gehören Greifvogelstangen. Sie bieten Greifvögeln Sitzplätze, von denen aus sie Mäuse jagen können.

Auch die Pflege des Grünlands sei wichtig. Nach Einschätzung der Landwirtschaftskammer sollte das Gras nicht zu hoch in den Winter gehen, weil es den Mäusen zusätzlichen Schutz bietet.

Unterstützung erhält Landwirt Kern auch von Hofkater „Fritz“. Die Plage ganz beseitigen kann er zwar nicht, aber zumindest ein wenig eindämmen.

Quelle: https://ooe.orf.at/stories/3373561/

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