Mank feiert zehn Jahre Online-Archiv mit 6.000 Einträgen
Die Stadtgemeinde Mank hat am 17. September das zehnjährige Bestehen ihrer Topothek gefeiert. Das Online-Archiv umfasst mittlerweile über 6.000 Bilder, Videos und Dokumente zur Stadtgeschichte.
Rund 30 Geschichtsinteressierte kamen zur Jubiläumsveranstaltung ins Kino Mank. Die Topothek wurde 2016 auf Initiative von Gerhard Floßmann im Bildungsausschuss von Anton Hikade ins Leben gerufen. Für Bürgermeister Martin Leonhardsberger war das Online-Archiv nach zahlreichen Büchern der logische nächste Schritt, um die Manker Geschichte zu dokumentieren.
Mehrere ehrenamtliche Topothekare kümmern sich seither um die Befüllung des digitalen Archives. Bei regelmäßigen Stammtischen in der örtlichen Gastronomie können Bürgerinnen und Bürger Bilder zur Digitalisierung abgeben. Was mit rund 1.000 Einträgen begann, ist auf über 6.000 Bilder, Videos und Dokumente angewachsen. Die Sammlung ist unter mank.topothek.at abrufbar.
Hochwertige Einträge und vielfältige Inhalte
Gerhard Floßmann bestätigte die hohe Qualität der Manker Einträge und lud zur Mitarbeit bei künftigen Beiträgen zur Stadtgeschichte ein. Topothekar Johann Daxböck stellte die zahlreichen Suchfunktionen der Plattform vor.
Weitere Topothekare präsentierten besondere Einträge aus dem Archiv: Leopold Eigenthaler zeigte eine Bürgerrunde im ehemaligen Gasthaus Maier, das heute als Bauernladen dient, sowie eine eingeschneite Dampflok aus den 1940er Jahren und die Baustelle der Bahnhofstraße. Anton Hikade präsentierte ein Foto von seiner Mutter mit ihm als Baby.
Roman Lechner stellte ein 70-seitiges Biologieheft aus dem Jahr 1939 vor, um die damalige Rassenlehre in der Schule zu demonstrieren. Franz Maierhofer zeigte ein Ochsengespann bei der Getreideernte im Jahr 1940 sowie einen Musikschulauftritt unterm Hakenkreuz.
Erich Schadner hat die Inschrift auf der Dreifaltigkeitssäule entschlüsselt und präsentierte ein Foto aus 1892, das mit einer Plattenkamera aufgenommen wurde und die Schulstraße zeigt. Fotograf Robert Schwinner, der als Begründer der Plattentektonik der Erdkruste bekannt ist, hatte einen Vater, der Notar in Mank war.
Die Topothekare und das Gemeindeteam erhielten Dank in flüssiger Form. Beim gemütlichen Ausklang im Kinocafe wurde noch gefachsimpelt und in Erinnerungen geschwelgt.
Worüber spricht Mank?
Kostenloses News Briefing aus deiner Region – 1x pro Woche für Gemeinden.
Mit der Anmeldung nimmst du die Datenschutzerklärung zur Kenntnis.