Mank investiert 600.000 Euro in neuen Kindergruppen-Standort

Mathias FischerMathias Fischer
Haus mit weißem Putz und dunklem Dach, daneben Garage mit Holztor, davor Hecke
© Stadtgemeinde Mank, Architekt Dollfuß

Die Kindergruppe Schmetterling übersiedelt in das Gebäude am Friedhofweg 4. Der Gemeinderat beschloss am 22. Juli die Vergabe der Umbauarbeiten, die Ende August starten und bis Weihnachten abgeschlossen sein sollen.

Die Stadtgemeinde Mank hat in der Gemeinderatssitzung am 22. Juli die Weichen für die Verlegung der Kindergruppe Schmetterling gestellt. Die Einrichtung zieht in das Gebäude am Friedhofweg 4, das sich im Gemeindebesitz befindet. Nachdem die Tierarztpraxis Mostland Mitte August nach Kilb übersiedelt ist, steht das Objekt in unmittelbarer Nähe zur Volksschule zur Verfügung.

Der Umzug wurde notwendig, weil sich die Zahl der betreuten Kinder in den vergangenen Jahren verdoppelt hat. Die Kindergruppe bietet seit Jahrzehnten Nachmittags- und Ferienbetreuung an. Am bisherigen Standort in der Sonderschule war der Platz nicht mehr ausreichend, da auch dort die Kinderzahl stark gestiegen ist.

Umbau statt Neubau spart Kosten

Für die Adaptierung des Gebäudes sind 600.000 Euro veranschlagt. Ein Neubau hätte das Doppelte gekostet, wie aus der Sitzung hervorgeht. Die Genehmigung des Landes Niederösterreich und die Baubewilligung liegen bereits vor.

Die Baukosten belaufen sich auf rund 530.000 Euro. Darin enthalten sind der Umbau beider Geschoße, ein neuer Eingang, neue Sanitärräume sowie eine energietechnische Sanierung. Diese umfasst neue Fenster, Vollwärmeschutz, eine Photovoltaikanlage und einen Batteriespeicher. Das Dach bleibt unverändert. Für Planung und Vermessung fallen weitere 45.000 Euro an.

Baumeister Josef Resel hat die Ausschreibung durchgeführt und gemeinsam mit Bürgermeister Leonhardsberger die Verhandlungen mit den Firmen geführt. Die Arbeiten werden großteils von Manker Unternehmen ausgeführt. Durch die Gründung eines Betriebes gewerblicher Art kann die Umsatzsteuer geltend gemacht werden.

Die Vergaben wurden mit einer Gegenstimme von GR Walter Steinwander beschlossen. Er hätte sich durch eine Generalunternehmer-Ausschreibung niedrigere Kosten erhofft. Die Bauarbeiten beginnen Ende August und sollen vor Weihnachten fertiggestellt sein.

Haftung für Wassergenossenschaft

Die Wassergenossenschaft Kälberhart-Pichlreit mit 15 Haushalten errichtet in den kommenden Monaten eine Wasserleitung. Da Bundes- und Landesförderungen erst nach einigen Jahren eintreffen, ist eine Zwischenfinanzierung erforderlich. Die Gemeinde übernimmt eine Ausfallshaftung für ein Darlehen von maximal 250.000 Euro, damit die Genossenschaft günstigere Kreditzinsen erhält. Die Genossenschaftsmitglieder haften zunächst mit ihrem Vermögen, erst danach kann die Gemeindehaftung in Anspruch genommen werden.

FPÖ-Antrag zu Radweg abgelehnt

Die FPÖ-Fraktion stellte einen Dringlichkeitsantrag für eine erneute fachliche Prüfung der Verkehrsführung am Hauptplatz hinsichtlich eines getrennten Radweges. Die Aufnahme des Tagesordnungspunktes wurde von allen anderen Fraktionen abgelehnt.

Bürgermeister Leonhardsberger verwies darauf, dass die Hauptplatzplanung seit mehreren Jahren mit Planern, Sachverständigen, dem Land und der Bevölkerung abgestimmt wurde. Bei der Volksbefragung wurde sie mit knapp 80 Prozent bestätigt. Das Thema getrennter Radweg sei mehrfach besprochen worden – es gebe weder eine Notwendigkeit noch sei der Platz verfügbar. Der Punkt wurde zur erneuten Besprechung in den Bauausschuss verwiesen.

Quelle: https://www.mank.at/Neues_Zuhause_fuer_Kindergruppe

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