Mann mit Tierhaltungsverbot randaliert auf Tierschutzhof

Ein ehemaliger Tierhalter versuchte, seine beschlagnahmte Hündin gewaltsam vom Tierschutzhof Pfotenhilfe zurückzuholen. Der Mann, dem die Hündin wegen Tierquälerei abgenommen wurde, mischte sich unter Besucher und drohte mit Selbstjustiz.
Bei einer Führung am Tierschutzhof Pfotenhilfe kam es zu einem Zwischenfall: Ein Mann, dem wegen Tierquälerei seine Hündin Mausi entzogen worden war, löste sich plötzlich von der Besuchergruppe. Gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin lief er in Richtung Wohnhaus und brüllte, er werde sich „seinen“ Hund jetzt zurückholen. Mitarbeiter der Pfotenhilfe mussten die beiden mit Mühe vom Gelände verweisen.
„Er ist völlig uneinsichtig und hat trotz allem null Unrechtsbewusstsein, wir haben aber ehrlich gesagt nicht damit gerechnet, dass er es tatsächlich mit Gewalt versucht“, erklärt Johanna Stadler, Chefin der Pfotenhilfe. Die Tierpfleger hätten den Mann nicht erkannt und ihn deshalb mit einer gemischten Besuchergruppe auf das Gelände gelassen. Inzwischen sei ihm und seiner Frau schriftlich Hausverbot erteilt worden.
Hündin war am Heizkörper angekettet
Die Hündin Mausi war dem Mann im November 2025 wegen Tierquälerei weggenommen worden. Er hatte sie in seinem vermüllten Messie-Haus am Heizkörper angekettet gehalten. Erst im August 2026 entschied das Landesverwaltungsgericht über seine Beschwerde – zugunsten des Tierschutzes.
Bereits während der Verhandlung im Juni hatte der verwahrloste Tierquäler lautstark protestiert. Er forderte „seine Hündin“ vehement zurück und drohte damit, sie sich zu holen. Der Mann hat seit 2001 ein Haltungsverbot für landwirtschaftliche Tiere und dürfte mittlerweile auch eines für Heimtiere erhalten haben. Wiederholt musste die Pfotenhilfe über die Jahre im Auftrag der Behörde trotz Verbots gehaltene Tiere bei ihm abholen.
Siehe Vorgeschichte: https://pfotenhilfe.org/endlich-rechtskraeftig-mausi-darf-am-tierschutz-pfotenhilfe-bleiben/
Quelle: OTS
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