Margareten sperrt Bereiche für Leih-Scooter

Mona HopfingerMona Hopfinger
© Mit KI (Gemini) generiert

Im 5. Wiener Gemeindebezirk sind Leih-Scooter ab sofort in sechs Grünanlagen blockiert. Die Geräte erkennen über GPS die gesperrten Zonen und bleiben dort stehen, so der ORF.

Margareten hat digitale Sperrzonen für Leih-Scooter in sechs Grünanlagen eingerichtet. Darunter fallen der Bacherpark, der Leopold-Rister-Park, der Einsiedlerpark und der Bruno-Kreisky-Park sowie der Theodor-Körner-Hof und der Eiselsberghof. Die Leihgeräte erkennen mittels GPS, dass sie sich in einer blockierten Zone befinden, und können dort nicht mehr bewegt werden.

Im Leopold-Rister-Park wurde zusätzlich ein Piktogramm am Boden angebracht, das auf das Verbot hinweist. Dort ist nicht nur der Park selbst gesperrt, sondern auch sämtliche Wege durch den angrenzenden Theodor-Körner-Hof.

Schutz für Kinder und ältere Menschen

Der Bezirk begründet die Maßnahme mit Sicherheitsbedenken. In den Grünanlagen treffen Fußgänger, spielende Kinder und Scooter auf engem Raum aufeinander. „Es geht hier einfach um Sicherheit. Einerseits von älteren Menschen und von Kindern, welche quer durch den Park laufen. Und wenn man dann noch mit einem Scooter über 25 km/h durchrauscht, dann birgt es einfach Risiken“, erklärte Bezirksvorsteher Michael Luxenberger (Grüne).

Besonders in Parkanlagen sei das Risiko hoch, weil Wege unübersichtlich seien und Kinder nicht auf den Verkehr achteten. Die Sperrzonen wurden dort eingerichtet, wo es laut Bezirk besonders häufig zu gefährlichen Situationen gekommen ist.

Umsetzung über Mobilitätsagentur

Ausgangspunkt für die neuen Zonen waren Beschwerden von Anrainern. „Wir haben die gesammelt und uns dann bei der Mobilitätsagentur der Stadt Wien gemeldet. Und die machen dann die weiteren Schritte mit den Leih-Scooter-Anbietern“, sagte Luxenberger. Die Mobilitätsagentur koordiniert die Umsetzung mit den Betreiberfirmen, die die Zonen in ihren Systemen hinterlegen.

Die digitale Sperre wirkt allerdings nur bei Leihgeräten. Private Scooter sind nicht an die Systeme der Anbieter angebunden und daher von der Maßnahme nicht erfasst.

In Wien gibt es bereits rund 270 Langsamfahrzonen mit Schrittgeschwindigkeit und etwa 20 Zonen mit einer Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h für Leih-Scooter. Dazu kommen mehr als 890 Sperrzonen, in denen das Fahren mit Leihgeräten komplett verboten ist. Diese befinden sich häufig in Parks, auf Plätzen und in stark frequentierten Fußgängerbereichen.

Damit auch private Scooter nicht mehr durch die Anlagen fahren können, plant der Bezirk bauliche Maßnahmen. Bis Mitte November sollen Schleusen errichtet werden. Je nach Ergebnis der Maßnahme sind weitere Sperrzonen möglich.

Quelle: https://wien.orf.at/stories/3377654/

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