Maria Alm bekommt ersten First Responder

Mona HopfingerMona Hopfinger
© Mit KI (Gemini) generiert

In Maria Alm übernimmt Rettungssanitäter Lucas Portenkirchner künftig als erster First Responder die Erstversorgung bei Notfällen. Die Gemeinde, der Verein „Sei so guat“ und Basarerlöse finanzierten die rund 5.000 Euro teure Ausrüstung.

Künftig wird im Gemeindegebiet Maria Alm parallel zum Rettungsdienst auch ein First Responder alarmiert. Rettungssanitäter Lucas Portenkirchner rückt bei entsprechenden Einsätzen aus, sofern er verfügbar ist. Dank seiner örtlichen Nähe kann er meist schnell am Notfallort und übernimmt die Erstversorgung bis zum Eintreffen der regulären Rettungskräfte.

Die Rotkreuz-Leitstelle nimmt täglich etwa 1.200 Notrufe entgegen und koordiniert die Alarmierung der Einsatzkräfte. Portenkirchner ist einer von rund 90 First Responder:innen, die derzeit im Bundesland Salzburg im Einsatz sind.

Gemeinde und Vereine ermöglichten Finanzierung

Portenkirchner verfügt über einen Notfallrucksack mit medizinischer Basisausrüstung, darunter Sauerstoff, Defibrillator und Handfunkgerät. Die Finanzierung der rund 5.000 Euro teuren Ausrüstung erfolgte durch die Gemeinde Maria Alm, den Verein „Sei so guat“ sowie die Erlöse des Kinder- und Erwachsenenbasars.

„Hier hat wirklich der ganze Ort mitgeholfen. Von der Gemeinde über den Verein ‚Sei so guat' bis zu den vielen Familien, die beim Kinder- und Erwachsenenbasar mitgemacht haben. Jeder Euro, der dort umgesetzt wurde, steckt jetzt in einer Ausrüstung, die Leben retten kann“, betont Bezirksrettungskommandant Thomas Huber.

Jede Minute zählt bei Herz-Kreislauf-Stillstand

Huber hebt die Bedeutung des Systems hervor: „Gerade bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand zählt jede Minute. Ein First Responder im Ort schließt genau diese Lücke bis zum Eintreffen des Rettungswagens, für die Einheimischen ebenso wie für die vielen Gäste, die das ganze Jahr über in Maria Alm unterwegs sind.“

Das First-Responder-System besteht in Salzburg seit 2014 und hat sich seither als wesentlicher Bestandteil der Rettungskette etabliert. Die Helfer:innen übernehmen qualifizierte Erste-Hilfe-Leistungen und lebensrettende Maßnahmen, übermitteln Lageberichte an die Leitstelle und unterstützen die eintreffenden Rettungskräfte bei der Einweisung vor Ort.

Zweite Ausrüstung in Planung

Das Rote Kreuz arbeitet bereits an der Finanzierung einer zweiten Ausrüstung für Maria Alm. „Ein Ehrenamtlicher kann nicht rund um die Uhr verfügbar sein. Mit einem zweiten First Responder können wir die Versorgung im Gemeindegebiet deutlich verlässlicher abdecken. Wir freuen uns daher über jede weitere Unterstützung“, erklärt Martin Fricker, Abteilungskommandant Saalfelden.

Portenkirchner engagiert sich ab sofort ehrenamtlich in kritischen Situationen und kann dank der bereitgestellten Ausrüstung rasch und professionell helfen.

Quelle: https://www.maria-alm.at/First_Responder_Rucksack

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