Maschinenring ruft zu Nutzung von Futterbörsen auf

Mathias FischerMathias Fischer
© Mit KI (Gemini) generiert

Wegen anhaltender Trockenheit und knappen Futterreserven fordert der Maschinenring Landwirte auf, verfügbare Mengen an Heu, Silage und Stroh über bestehende Plattformen anzubieten. Eine österreichweite digitale Grundfutterbörse steht kostenlos zur Verfügung.

Der Maschinenring appelliert an Landwirtinnen und Landwirte, angesichts der angespannten Versorgungslage mit Heu, Silage, Futtergetreide und Stroh die bestehenden Futterbörsen aktiv zu nutzen. Verfügbare Mengen sollten rasch angeboten und die Plattformen regelmäßig geprüft werden. Auch kleinere Mengen könnten für Betriebe in der näheren Umgebung entscheidend sein, heißt es in einer Aussendung.

Neben den Angeboten der Landwirtschaftskammern betreibt der Maschinenring eine österreichweite digitale Grundfutterbörse. Die Plattformen ergänzen einander und erhöhen gemeinsam die Chance, vorhandene Futtermengen rasch zu finden. Die aktuelle Diskussion über eine nationale Futterbörse unterstreiche den Bedarf nach einem österreichweiten Überblick – dieser müsse jedoch nicht neu aufgebaut werden.

Historische Trockenheit belastet Betriebe

Von Jänner bis Ende Juni 2026 fiel in Österreich um 27 Prozent weniger Niederschlag als im langjährigen Durchschnitt. In einzelnen Regionen war das erste Halbjahr so trocken wie seit Beginn der Messreihen im Jahr 1885 nicht mehr.

Im Grünland fallen einzelne Schnitte deutlich geringer aus oder vollständig aus. Auch Silomais entwickelt sich auf trockenen Standorten nur unzureichend. Geringere Getreideerträge schmälern zudem die Verfügbarkeit von Futtergetreide und Stroh. Viele Betriebe greifen deshalb bereits im Sommer auf Vorräte zurück, die für Herbst und Winter vorgesehen waren.

Der Zukauf wird zugleich schwieriger, weil große Teile Österreichs und angrenzende Regionen von der Trockenheit betroffen sind. Können fehlende Futtermengen nicht ersetzt werden, stehen für betroffene Familienbetriebe weitreichende Entscheidungen an. Die Versorgung der Tiere über den kommenden Winter wird damit zu einer zentralen betrieblichen Aufgabe.

Kostenlose Plattform für Angebot und Suche

Unter www.maschinenring-grundfutterboerse.at können Landwirtinnen und Landwirte Heu, Gras- und Maissilage, Stroh, Futtergetreide und weitere Futtermittel kostenlos anbieten oder suchen. Die Suche ist ohne Anmeldung möglich. Angebote lassen sich nach Ort oder Postleitzahl, Futtermittelart sowie biologischer oder konventioneller Produktionsweise filtern und auf einer digitalen Österreichkarte anzeigen.

Für die Veröffentlichung eines Inserats ist eine einmalige Registrierung erforderlich. Registrierung, Suche und Anzeigenaufgabe sind kostenlos. Die Plattform steht allen Landwirtinnen und Landwirten offen – unabhängig von einer Mitgliedschaft beim Maschinenring.

Anbieterinnen und Anbieter sowie Interessentinnen und Interessenten nehmen direkt miteinander Kontakt auf. Preis, Menge, Qualität, Zahlungsbedingungen, Abholung, Lieferung und Transport vereinbaren die beteiligten Betriebe selbst. Der Maschinenring ist weder Käufer noch Verkäufer und wird nicht Vertragspartner des Futtermittelgeschäfts. Er nimmt keine Zahlungen entgegen und erhält keine Verkaufsprovision.

Unterstützung bei Transport möglich

Ob ein Angebot genutzt werden kann, hängt wesentlich von Entfernung, Transportmöglichkeit und Kosten ab. Gerade Heu, Stroh und Silage benötigen viel Ladevolumen und müssen häufig kurzfristig bewegt werden.

An mehr als 80 regionalen Maschinenring-Standorten können sich Betriebe über mögliche Unterstützung bei Transport, Logistik und weiteren agrarischen Dienstleistungen informieren. Die Leistungen können unabhängig von einer Mitgliedschaft angefragt werden und richten sich nach den regional verfügbaren Kapazitäten.

Der Maschinenring betont, dass Futterbörsen kein Futter ersetzen können, das aufgrund der Trockenheit nicht gewachsen ist. Sie seien aber ein sofort verfügbares Instrument, um vorhandene Mengen zu finden, regionale Unterschiede bestmöglich auszugleichen und bäuerliche Selbsthilfe zu ermöglichen.

Quelle: OTS

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