Masseur in Salzburg zu acht Monaten bedingt verurteilt

Pia ProdingerPia Prodinger
Polizistin mit Blaulicht am Polizeiauto in Österreich
©APA/EVA MANHART (Symbolbild)

Ein 54-Jähriger ist am Mittwoch am Landesgericht Salzburg wegen mehrerer Sexualdelikte schuldig gesprochen worden. Er erhielt acht Monate bedingte Haft und muss eine Geldstrafe sowie Schmerzensgeld zahlen.

Am Mittwoch stand ein 54-jähriger Masseur vor dem Landesgericht Salzburg, weil ihm die Staatsanwaltschaft versuchte Vergewaltigung einer Patientin vorwarf. Der Mann bestritt die Vorwürfe. Das Gericht verurteilte ihn schließlich zu einer bedingten Freiheitsstrafe von acht Monaten mit einer Probezeit von drei Jahren. Zusätzlich muss er 960 Euro Geldstrafe bezahlen. Das Urteil ist rechtskräftig.

Übergriff während Massage im Mai 2025

Laut Anklage soll der Masseur die Kundin im Mai 2025 während einer Behandlung in seinem Haus unsittlich berührt und mit einer Massagepistole belästigt haben. Anschließend habe er versucht, Geschlechtsverkehr mit der Frau zu erzwingen, obwohl diese klar zum Ausdruck gebracht habe, dass sie das nicht wolle.

Vor Gericht widerrief der Angeklagte ein Teilgeständnis, das er zuvor bei der Polizei abgelegt hatte. Er behauptete, die Frau habe wohl geträumt.

Schuldspruch wegen mehrerer Delikte

Der Richter sprach den Mann am Nachmittag nicht wegen versuchter Vergewaltigung schuldig, sondern wegen Verletzung der sexuellen Selbstbestimmung, sexueller Belästigung und schwerer Körperverletzung.

Der Patientin wurden 6.000 Euro Schmerzensgeld zugesprochen. Sie leidet seit dem Vorfall an psychischen Problemen und ist auf Psychotherapie angewiesen.

Quelle: APA

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