Maturklasse bei Spatenstich für Biomasse-Anlage
Schüler der HTL Pinkafeld waren Mitte Oktober beim Baustart einer neuen Biomasse-Dampfkesselanlage dabei. Kelag Energie & Wärme steckt rund 13 Millionen Euro in die Umstellung auf erneuerbare Energie.
Die 5BHGT der Abteilung Gebäudetechnik der HTL Pinkafeld nahm gemeinsam mit Prof. Dipl.-Ing. Christoph Kuh Mitte Oktober am Spatenstich für eine neue Biomasse-Dampfkesselanlage in Pinkafeld teil. Kelag Energie & Wärme (KEW) investiert rund 13 Millionen Euro, um die Fernwärmeversorgung und die Prozessdampferzeugung für den Dämmstoffhersteller Austrotherm weitgehend auf erneuerbare Energie umzustellen.
Sechs Megawatt Leistung aus Biomasse
Das Herzstück des Projekts bildet eine Biomasse-Dampfkesselanlage mit einer Leistung von rund sechs Megawatt. Zusätzliche Energie soll durch Rauchgaskondensation, eine Hochtemperatur-Wärmepumpe und Wärmespeicher nutzbar gemacht werden, um die Effizienz zu steigern. Die vorhandenen Erdgaskessel bleiben für Spitzenlast und als Reserve bestehen.
Laut KEW lassen sich durch das Vorhaben künftig rund 5.200 Tonnen CO₂ pro Jahr einsparen. Die Anlage soll Ende 2027 in Betrieb gehen.
Praxisnaher Unterricht vor Ort
Bei der Pressekonferenz erklärten Verantwortliche aus Energiewirtschaft, Industrie und Politik die Hintergründe und Ziele des Projekts. Für die Schülerinnen und Schüler war der Termin eine unmittelbare Ergänzung zum Unterricht in Energie- und Projektmanagement (ENPM), in dem sie sich derzeit mit erneuerbaren Energiesystemen auseinandersetzen. Besonders anschaulich wurde, wie industrielle Prozessdampfversorgung und kommunale Fernwärme miteinander verknüpft werden können.
Zum Abschluss entstand ein gemeinsames symbolisches Spatenstichfoto mit dem Vertriebsleiter der Region Ost von KEW, Dipl.-Ing. Jürgen Loschy, der selbst Absolvent der Abteilung Gebäudetechnik ist. Die Veranstaltung zeigte, wie technische Lösungen, regionale Zusammenarbeit und die Ausbildung an der HTL Pinkafeld zusammenwirken.
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