ME/CFS-Ambulanz startet im Oktober in Oberwart

Im Burgenland wird ab Oktober eine Ambulanz für Menschen mit ME/CFS eröffnet. Die Einrichtung in der Klinik Oberwart ist jeden Dienstagnachmittag geöffnet und entscheidet über die Aufnahme in ein stationäres Therapieprogramm.
Ab Oktober können sich ME/CFS-Betroffene im Burgenland in einer eigenen Ambulanz behandeln lassen. Die Einrichtung wird in der Klinik Oberwart eröffnet und ist jeweils am Dienstagnachmittag zugänglich, gab Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) am Donnerstag bekannt. In der Ambulanz wird auch festgelegt, welche Patientinnen und Patienten für eine mehrwöchige stationäre Behandlung geeignet sind.
Die stationäre Therapie findet im Reduce-Gesundheitsresort in Bad Tatzmannsdorf (Bezirk Oberwart) statt. Doskozil betonte, dass ME/CFS mittlerweile eine ernstzunehmende gesundheitspolitische Herausforderung darstelle und keine Randerscheinung mehr sei. Betroffene benötigten eine verlässliche Versorgung, die ihre Erkrankung ernst nehme und ihren Bedürfnissen entspreche.
Sechswöchiger Therapiezyklus
Das Therapieprogramm entstand in Zusammenarbeit mit der Klinik Oberwart, wie Andreas Leitner, Geschäftsführer des Reduce-Gesundheitsresorts, erklärte. Ein erster Testlauf mit einer internen Gruppe habe positive Rückmeldungen ergeben. Ein Therapiezyklus erstreckt sich über sechs Wochen und beinhaltet orthomolekulare Substitutionstherapien, Gesprächs- und Physiotherapie sowie Kälteanwendungen, so Veronika Matzi, ärztliche Direktorin der Klinik Oberwart.
Termine in der Ambulanz können ab sofort vereinbart werden. Weitere Einzelheiten zu dem neuen Angebot will Doskozil zusammen mit seiner Stellvertreterin Anja Haider-Wallner (Grüne) bei einer Regierungsklausur am 5. und 6. Oktober vorstellen.
Quelle: APA
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