Medizinphysik: Von Röntgen bis KI in der Diagnostik

Anlässlich des Geburtstags von Marie Curie am 7. November macht die Österreichische Gesellschaft für Medizinische Physik auf die wachsende Bedeutung ihres Fachgebiets aufmerksam. Allein die Zahl der Strahlentherapiegeräte stieg in Österreich seit 2002 um 42 Prozent.
Weltweit wird am 7. November der Tag der Medizinphysik begangen – zu Ehren von Marie Curie, die an diesem Tag geboren wurde. Die Österreichische Gesellschaft für Medizinische Physik (ÖGMP) nutzt den Anlass, um die Entwicklung des interdisziplinären Fachgebiets und dessen Rolle in der Gesundheitsversorgung zu beleuchten.
An der SALK sind derzeit zwölf Medizinphysikerinnen und Medizinphysiker in den Bereichen Strahlenschutz, Radiotherapie, Nuklearmedizin und Magnetresonanztomographie tätig. Österreichweit wuchs die Zahl der Strahlentherapiegeräte zwischen 2002 und 2021 von 36 auf 51 – ein Plus von rund 42 Prozent.
Von Radioaktivität zu hochauflösenden Bildern
Was mit Radioaktivität, Röntgendiagnostik und Strahlentherapie begann, ist heute ein zentraler Pfeiler moderner Medizin. Christoph Gaisberger, leitender Medizinphysiker an der Universitätsklinik für Radiotherapie und Radio-Onkologie, erklärt: „Medizinphysikerinnen und -physiker sorgen heute dafür, dass hochkomplexe Diagnose- und Therapieverfahren sicher, präzise und wirksam angewendet werden.“
Das Tätigkeitsfeld reiche längst über die klassischen „strahlenden“ Bereiche hinaus. Neben ionisierender Strahlung gewinnen nicht-ionisierende Verfahren an Gewicht: Ultraschalldiagnostik sei aus nahezu allen Fachrichtungen nicht mehr wegzudenken. Die Magnetresonanztomographie (MRT) ermögliche hochauflösende und funktionelle Einblicke in den Körper – ohne ionisierende Strahlung.
KI-Diagnostik und Medizininformatik
Ein weiteres Aufgabenfeld ist die Medizininformatik. Medizinphysikerinnen und -physiker arbeiten an Algorithmen zur Bildverarbeitung, sichern die Qualität KI-basierter Diagnoseverfahren und analysieren große medizinische Datensätze. So tragen sie dazu bei, neue Technologien verantwortungsvoll in die Klinik zu integrieren.
Die Medizinphysik bleibe damit – ganz im Sinne Marie Curies – ein wachsendes und innovatives Fachgebiet an der Schnittstelle von Wissenschaft, Technik und Medizin. Ihre Expertise sei entscheidend, um technologischen Fortschritt sicher und nutzbringend für Patientinnen und Patienten einzusetzen.
Quelle: https://presse.salk.at/news-tag-der-medizinphysik-7-november-2026?id=251709&menueid=34050&l=deutsch
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