Menschen für Menschen sammelte 3,35 Millionen Euro

Pia ProdingerPia Prodinger
Euro-Banknoten und Münzen, darunter 10er und 20er Scheine, liegen auf einem Tisch.
© Pixabay / Pexels (Symbolbild)

Die Hilfsorganisation Menschen für Menschen Österreich hat ihre Jahresbilanz 2025 vorgelegt. Mit Unterstützung von rund 15.000 Spenderinnen und Spendern wurden 3,35 Millionen Euro für Entwicklungsprojekte in Äthiopien gesammelt.

Die Hilfsorganisation Menschen für Menschen Österreich hat ihren Finanzbericht für das Jahr 2025 veröffentlicht. Dank der Beiträge von etwa 15.000 Spenderinnen und Spendern erreichte die Organisation ein Spendenvolumen von 3,35 Millionen Euro. Mehr als 70 Prozent der Mittel flossen in ländliche Entwicklungs- und Infrastrukturprojekte in Äthiopien sowie in Bildungsarbeit in Österreich.

Harald Maier, Geschäftsführer der Organisation, betonte die Bedeutung der kontinuierlichen Unterstützung: „Dieses verlässliche Engagement unserer Spenderinnen und Spender ist gerade in Zeiten globaler Unsicherheiten und finanzieller Herausforderungen unser wichtigster Rückhalt.“ Jeder Beitrag ermögliche es, gemeinsam mit der Bevölkerung vor Ort Veränderungen aufzubauen, die über Generationen hinweg wirken würden.

Infrastruktur und Gesundheitsversorgung ausgebaut

Ein Schwerpunkt der Arbeit lag im vergangenen Jahr auf dem Ausbau der lokalen Infrastruktur. Im Dorf Jobel in der Projektregion Albuko erhielten 56 Familien durch den Bau einer Quellfassung Zugang zu sicherem Trinkwasser. Dies verbessert langfristig die Gesundheitssituation im gesamten Dorf.

Im Bildungsbereich wurden robuste Schulen errichtet, um Kindern eine sichere Lernumgebung zu bieten. Dadurch soll das Unterrichtsniveau steigen und die Schulabbruchsquote in den Regionen sinken. Im Gesundheitsbereich wurden vier Gesundheitseinrichtungen in Albuko mit modernen medizinischen Geräten ausgestattet. Im Gesundheitszentrum Salmene sichern seit Herbst 2025 neue Ultraschallgeräte und Wärmebetten für Neugeborene die Versorgung von Müttern und Säuglingen.

Nachhaltige Landwirtschaft durch Wurmkompostierung

Um die Bevölkerung in ländlichen Regionen unabhängiger von teuren Importen und chemischen Düngemitteln zu machen, setzt die Organisation auf nachhaltige Kreisläufe. Die Einführung der Wurmkompostierung hat sich als Erfolgsgeschichte erwiesen. Allein in Albuko starteten 147 Familien im vergangenen Jahr ihre eigene Kompostproduktion, wodurch sich die Ernteerträge teilweise beinahe verdoppelten.

Zusätzlich stärken Schulungen in Unternehmertum und die Schaffung neuer Arbeitsplätze für junge Erwachsene, etwa durch die Förderung von Kooperativen, die wirtschaftliche Eigenständigkeit der Bevölkerung.

Bilanz der Gesamtorganisation

Menschen für Menschen ist seit 1981 in Äthiopien tätig. Im Jahr 2025 ermöglichte die Gesamtorganisation folgende Maßnahmen:

  • 4,5 Millionen Baumsetzlinge zur Wiederbewaldung ausgepflanzt
  • 646 Kilometer Terrassierungen und Steinwälle zum Schutz der Böden angelegt
  • 27.951 Behandlungen zur Familienplanung und Vorsorge ermöglicht
  • 15 neue Schulen errichtet
  • 31 neue Quellfassungen gebaut
  • 2.014 Augenoperationen durchgeführt (Grauer Star und Trichiasis)
  • 110 neue Arbeitsplätze für junge Erwachsene geschaffen

Große Projekte vor dem Abschluss

Für das laufende Jahr steht die Fertigstellung großer Infrastrukturprojekte im Mittelpunkt. In Busa wurde gemeinsam mit den Austrian Doctors und mit Unterstützung des Landes Salzburg ein umfassendes Wasserversorgungssystem für rund 30.000 Menschen fertiggestellt. In der Somali-Region steht ein Projekt zur gesicherten Wasserversorgung für 5.000 Menschen vor dem Abschluss. Zudem steht die Fertigstellung und feierliche Eröffnung der neuen Degaga-Schule in Albuko bevor.

Der vollständige Jahresbericht 2025 sowie der Finanzbericht stehen auf der Website der Organisation zum Download bereit.

Quelle: OTS

Worüber spricht Salzburg morgen?

Kostenloses News Briefing aus deiner Region – jeden Morgen um 6 Uhr.

Mit der Anmeldung nimmst du die Datenschutzerklärung zur Kenntnis.

austria.com auf Google bevorzugen.