Mercedes-Benz Classic zeigt 140 Jahre Automobilgeschichte

Bei der Monterey Car Week in Kalifornien präsentierte Mercedes-Benz Classic historische Fahrzeuge aus 140 Jahren Innovationsgeschichte. Die Bandbreite reichte vom Benz Patent-Motorwagen von 1886 bis zu modernen Performance-Modellen.
Von 7. bis 16. August 2026 machte Mercedes-Benz Classic bei der Monterey Car Week automobile Meilensteine erlebbar. Die ausgestellten Fahrzeuge repräsentierten die Entwicklung von den Anfängen des Automobils über Hochleistungs- und Aerodynamikinnovationen bis zur Gegenwart.
Drei Fahrzeuge standen besonders im Fokus: der „American Mercedes“ von 1905 sowie die Mercedes-Benz 320 Stromlinienlimousine und der Mercedes-Benz 540 K Stromlinienwagen – beide aus 1938. Der „American Mercedes“ ist das erste in den USA gefertigte Fahrzeug der Marke. Die beiden Stromlinienmodelle zeigten, wie früh das Unternehmen aerodynamische Erkenntnisse in Design und Fahrleistung umsetzte.
Erstes Mercedes-Fahrzeug aus amerikanischer Produktion
Der „American Mercedes“ zählt zu den frühesten Hochleistungsautomobilen aus US-Produktion. Die Daimler Manufacturing Company stellte ihn ab 1905 in Long Island City, New York, in Lizenz her. Er entsprach dem damaligen Spitzenmodell Mercedes 45 PS der Daimler-Motoren-Gesellschaft.
Beim Pebble Beach Concours d'Elegance war das seltene Fahrzeug aus der Unternehmenssammlung in der Kategorie „Early American Speedsters (Pre-World War I)“ außerhalb der Konkurrenz zu sehen. Mercedes-Benz Fahrzeuge erhielten in Pebble Beach die Rekordzahl von zehn „Best of Show“-Auszeichnungen – mehr als jede andere Marke. Das Mercedes-Benz Classic Center in Long Beach, Kalifornien, hatte das Automobil für den Auftritt vorbereitet.
Das Fahrzeug steht für die frühe Internationalisierung der Marke: Bereits kurz nach Einführung des Namens Mercedes im Jahr 1901 entstanden Automobile nach dem technischen Vorbild der Daimler-Motoren-Gesellschaft auch in den Vereinigten Staaten.
Aerodynamik-Pioniere aus den 1930er-Jahren
Die Pebble Beach Tour d'Elegance führte der Mercedes-Benz 540 K Stromlinienwagen von 1938 an. Das aerodynamisch optimierte Einzelstück basierte auf dem Typ 540 K (W 29) und diente dem Reifenhersteller Dunlop als Erprobungsfahrzeug für Hochgeschwindigkeitsfahrten auf der Autobahn.
Seine im Windkanal entwickelte Leichtmetallkarosserie, der verkleidete Unterboden und die strömungsgünstige Form belegen den hohen Stellenwert von Aerodynamik und Fahrstabilität bereits in den 1930er-Jahren. Das Fahrzeug kam aus dem Petersen Automotive Museum in Los Angeles, wo es derzeit in der Ausstellung „World-Class: 100 Years of Mercedes-Benz“ gezeigt wird.
Bei „Legends of the Autobahn“ war die Mercedes-Benz 320 Stromlinienlimousine (W 142) zu sehen. Die damals „Stromlinien-Innenlenker“ genannte Karosserievariante gehört zu den spektakulären Entwürfen, mit denen die Marke in den 1930er-Jahren die Ästhetik der Geschwindigkeit in aerodynamisch geprägtes Design übersetzte.
Gemeinsam mit dem 540 K Stromlinienwagen traf die Stromlinienlimousine auf das neue Mercedes-AMG GT 4-Türer Coupé. Die Präsentation machte die Kontinuität von Design, Performance und technischer Innovation sichtbar – von frühen Erkenntnissen über Luftwiderstand bis zu heutigen High-Performance-Fahrzeugen.
Auszeichnung für Einzelstück von Pinin Farina
Der „Mercedes-Benz Star of Excellence Award“ ging an ein Mercedes-Benz 300 Sc Pinin Farina Coupé von 1956 aus Privatbesitz. Das vom italienischen Designstudio Pinin Farina gestaltete Einzelstück wurde 1956 auf dem Turiner Automobilsalon vorgestellt. Es verbindet die Technik des Oberklassecoupés 300 Sc (W 188) mit einer individuell gestalteten Karosserie.
Vom Patent-Motorwagen bis zur DTM-Ikone
Den Ausgangspunkt der Präsentation markierte ein authentischer Nachbau des Benz Patent-Motorwagens von 1886. Mit Carl Benz' dreirädrigem Fahrzeug begann vor 140 Jahren die Geschichte des Automobils.
Ein Mercedes-Benz 300 SL Roadster (W 198) von 1961 stand für die Verbindung von Rennsporttechnik und exklusivem Serienautomobil. Den entscheidenden Impuls für die Entwicklung des offenen Supersportwagens gab der damalige Mercedes-Benz Importeur für die USA, Maximilian E. Hoffman. Diese Ausführung löste 1957 den 300 SL „Flügeltürer“ ab. Mercedes-Benz Classic bot den 300 SL Roadster in Pebble Beach zum Kauf an.
Der Mercedes-Benz 190 E 2.5-16 Evolution II von 1990 ist eine jüngere Performance-Ikone der Marke. Das Homologationsmodell für die DTM entstand in lediglich 502 Exemplaren und zählt heute zu den begehrtesten Ausführungen der Baureihe 201.
Der Mercedes-Benz CLK 63 AMG Black Series (C 209) schlug den Bogen zur modernen Hochleistungstradition von Mercedes-AMG. Das von 2007 bis 2008 in Kleinserie gefertigte Coupé orientierte sich am offiziellen Safety-Car der Formel 1®-Saisons 2006 und 2007. Seit 30 Jahren stellt Mercedes-AMG das Safety-Car der Formel 1®.
Aktuelle Modelle als künftige Klassiker
Unter dem Motto „Future Classics: Mercedes-Benz creates tomorrow's classics today“ präsentierte Mercedes-Benz USA aktuelle Fahrzeuge von Mercedes-Benz, Mercedes-AMG, Mercedes-Maybach und der G-Klasse. Die wie in einem Auktionshaus inszenierte Ausstellung zeigte die Bandbreite an Innovation, Leistung und Handwerkskunst des aktuellen Portfolios. Mehrere Fahrzeuge demonstrierten die Möglichkeiten der MANUFAKTUR Individualisierung.
Kürzlich eröffnete Mercedes-Benz im Mercedes-Benz Studio Los Angeles den ersten „MANUFAKTUR Made to Measure Hub“ in den Vereinigten Staaten und bietet US-Kunden damit ein exklusives Fahrzeug-Personalisierungserlebnis in privater Atmosphäre.
Mercedes-Benz feiert 140 Jahre Innovation
Seit Carl Benz vor 140 Jahren das Patent für das erste Automobil angemeldet hat und Gottlieb Daimler kurz darauf die Motorkutsche baute, hat sich Mercedes-Benz der stetigen Innovation verschrieben. Das Unternehmen feiert das Jubiläum mit einer transkontinentalen Reise: Drei neue S-Klasse Limousinen fahren zu 140 Zielen weltweit. Jeder Ort stellt die Technologie, das Erbe, den Pioniergeist und die weltweite Präsenz der Marke heraus. Die „140 Years. 140 Places“-Tour über sechs Kontinente dauert bis Oktober.
Die Mercedes-Benz Österreich GmbH sowie die Mercedes-Benz Financial Services Austria GmbH sind 100-Prozent-Töchter der Mercedes-Benz AG mit Sitz in Eugendorf. Die Unternehmen koordinieren mit rund 317 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Vertriebs-, Marketing-, Service- und Presseaktivitäten in Österreich. Im Jahr 2025 wurden in Österreich 10.960 Mercedes-Benz PKW (inkl. V-Klasse) und 5.714 Transporter (exkl. V-Klasse) zugelassen.

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