Mercedes-Benz setzt auf recyceltes Aluminium von Hydro

Pia ProdingerPia Prodinger
Blauer Mercedes fährt durch eine Fabrikhalle mit Aluminiumgießanlagen
© Daimler

Der Autohersteller Mercedes-Benz weitet die Kooperation mit dem norwegischen Aluminiumkonzern Hydro aus. Ziel ist es, den CO₂-Ausstoß in der Aluminiumproduktion zu verringern und regionale Lieferketten zu stärken.

Mercedes-Benz wird als erster Fahrzeughersteller in Europa das recycelte Aluminium Hydro CIRCAL in der Serienproduktion der kommenden Generation großer Elektrofahrzeuge verwenden. Das Material enthält mindestens 75 Prozent Post-Consumer-Rezyklat – eine deutliche Erhöhung im Vergleich zu den rund 25 Prozent im aktuell verwendeten Material. Das Aluminium wird durch moderne Recyclingverfahren aus Altfahrzeugen, Gebäuden und Infrastruktur gewonnen und erneut für Automobilanwendungen eingesetzt.

„Die nächste Generation der automobilen Lieferketten wird von Transparenz, Kreislaufwirtschaft und starken regionalen Wertschöpfungsketten geprägt sein. Gemeinsam mit Hydro gestalten wir diese Zukunft mit. Wir zeigen, dass resiliente Lieferketten und niedrigere Emissionen Hand in Hand gehen – und langfristigen Mehrwert für unsere Kundinnen und Kunden, unser Unternehmen und die Gesellschaft schaffen“, erklärte Yanni von Roy-Jiang, Leiterin Einkauf & Lieferantenmanagement der Mercedes-Benz AG.

CO₂-Reduktion bei Primäraluminium im Fokus

Die beiden Unternehmen arbeiten daran, den CO₂-Fußabdruck von Aluminium im industriellen Maßstab zu senken. Im Mittelpunkt steht die Kooperation bei CO₂-reduziertem Primäraluminium. Mercedes-Benz wird zusätzliche Mengen von Hydro REDUXA beziehen, wobei beide Partner das Ziel verfolgen, den CO₂-Fußabdruck dieses Materials schrittweise weiter zu verringern.

Mit Hydro CIRCAL halten die Unternehmen Aluminium im Kreislauf. Dies soll dazu beitragen, die steigende Nachfrage zu decken, den Bedarf an neuen Rohstoffen zu reduzieren und den CO₂-Fußabdruck insgesamt zu senken. Die Partnerschaft zeigt, dass hohe Anteile an Post-Consumer-Recyclingmaterial möglich sind, ohne die strengen Anforderungen an Performance, Qualität und Sicherheit zu beeinträchtigen. Wird Aluminium in Produktionsnähe gesammelt, wiederaufbereitet und wiederverwendet, entstehen kürzere, effizientere und resilientere regionale Lieferketten.

„Die Automobilindustrie benötigt Materialien, die Emissionen senken können, ohne Kompromisse bei Qualität, Sicherheit oder Performance einzugehen. Mit der Kombination aus recyceltem Aluminium Hydro CIRCAL mit CO₂-reduziertem Primäraluminium Hydro REDUXA können wir den Wandel hin zu CO₂-ärmeren Fahrzeugen beschleunigen und zugleich resilientere Wertschöpfungsketten aufbauen“, sagte Eivind Kallevik, President und CEO von Hydro.

Nachvollziehbare Lieferkette mit erneuerbaren Energien

Aluminium spielt eine zentrale Rolle in der Materialstrategie von Mercedes-Benz. Gemeinsam mit seinen Partnern arbeitet der Konzern daran, die Aluminium-Lieferkette zu dekarbonisieren. Die recycelten und CO₂-reduzierten Produkte von Hydro werden unter Einsatz erneuerbarer Energien und mit einem hohen Anteil an End-of-Life-Schrott hergestellt. Die Lieferkette ist chargengenau nachvollziehbar.

Im Dezember 2022 unterzeichneten Mercedes-Benz und Hydro eine Absichtserklärung für eine CO₂-arme Technologie-Roadmap für die Jahre 2023 bis 2030. Im Jahr 2024 erweiterten die Unternehmen ihre Zusammenarbeit auf die gesamte Aluminium-Wertschöpfungskette – vom Rohstoff bis zum fertigen Produkt. Gemeinsam starteten sie das Corridor-Programm in Brasilien, mit dem sie soziale Verantwortung und die menschenrechtliche Sorgfaltspflicht entlang der Lieferkette stärken.

Bereits heute bezieht Mercedes-Benz für ausgewählte Aluminiumkomponenten in der Serienproduktion Aluminium von Hydro, das durch Elektrolyse aus erneuerbaren Energien hergestellt wird (Hydro REDUXA). Mit einem CO₂-Fußabdruck, der mehr als 70 Prozent unter dem globalen Durchschnitt liegt, unterstreicht das Material das Potenzial für weitere Emissionsreduzierungen in Automobilanwendungen.

Mit dieser Partnerschaft adressieren beide Unternehmen eine zentrale Herausforderung der Industrie: Dekarbonisierung und Wettbewerbsfähigkeit miteinander zu verbinden. Regionale Wertschöpfungsketten, Ressourceneffizienz und enge Zusammenarbeit entlang der Lieferkette sind wesentliche Voraussetzungen für den Wandel hin zu CO₂-armer Mobilität.

Mercedes-Benz in Österreich

Die Mercedes-Benz Österreich GmbH sowie die Mercedes-Benz Financial Services Austria GmbH sind 100-Prozent-Töchter der Mercedes-Benz AG. Der Sitz der Unternehmen ist in Eugendorf. Die Unternehmen koordinieren mit rund 317 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Vertriebs-, Marketing-, Service- und Presseaktivitäten in Österreich. Mercedes-Benz Österreich ist Generalimporteur der eingetragenen Marken Mercedes-Benz, Mercedes-AMG und Mercedes-Maybach. Im Jahr 2025 wurden in Österreich 10.960 Mercedes-Benz PKW (inkl. V-Klasse) und 5.714 Transporter (exkl. V-Klasse) zugelassen.

Quelle: https://media.mercedes-benz.at/news-mercedes-benz-und-hydro-vertiefen-ihre-partnerschaft-fuer-co-armes-aluminium?id=245680&menueid=9661&l=deutsch

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