Messerattacke auf Polizist: Verdächtiger ausgeliefert

17 Jahre nach einer Messerattacke auf einen Polizisten in Wien ist der Verdächtige nach Österreich ausgeliefert worden. Der heute 42-Jährige soll den Beamten im April 2009 lebensgefährlich verletzt haben, so „Heute“.
Die Staatsanwaltschaft St. Pölten führt ein Verfahren wegen des Verdachts des versuchten Mordes gegen den Mann. Das bestätigte Behördensprecher Thomas Korntheuer am Donnerstag gegenüber der Zeitung „Heute“.
Der Vorfall ereignete sich am 8. April 2009 gegen 20.30 Uhr beim Anton-Baumann-Park in Wien. Der Polizist hatte den Beschuldigten nach seinem Ausweis gefragt. Daraufhin flüchtete der Mann zu Fuß.
Ein Kollege fand den Beamten wenige hundert Meter weiter in der Schulgasse am Boden liegend. Durch Messerstiche war er lebensgefährlich verletzt worden. Laut früheren Angaben der Exekutive überlebte er „nur durch mehrere glückliche Umstände“.
Untertauchen im Kosovo
Der heute 42-Jährige tauchte später im Kosovo unter, wo Ermittler ihn ausforschten. Weil es mit dem Land kein Auslieferungsabkommen gibt, lobten die heimischen Kriminalisten im Jänner 2010 eine Belohnung von 10.000 Euro für Hinweise aus.
Laut „Heute“ soll der Beschuldigte 2016 geschnappt und in der Folge auch im Kosovo verurteilt worden sein. Diese ausländische Entscheidung werde jedoch in Österreich nicht anerkannt, bestätigte Staatsanwaltschafts-Sprecher Korntheuer.
Im Mai 2025 soll der 42-Jährige dann an der albanischen Grenze festgenommen worden sein, so die Angaben der Zeitung. Die nun erfolgte Auslieferung dürfte demnach die Konsequenz sein.
Ermittlungsbehörde ist die Staatsanwaltschaft St. Pölten, nachdem die Staatsanwaltschaft Wien das Verfahren bereits vor Jahren abgetreten hat.
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