Mikl-Leitner eröffnet Science Center in Lunz am See

Mathias FischerMathias Fischer
© Mit KI (Gemini) generiert

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner hat am Sonntag im Haus der Wildnis in Lunz am See ein neues Science Center eröffnet. Die Eröffnung fand im Rahmen des Festes der Wildnis und der Feier zum fünfjährigen Bestehen der Einrichtung statt.

Zahlreiche Gäste besuchten am Sonntag das traditionelle Fest der Wildnis im Haus der Wildnis in Lunz am See. Dabei wurde nicht nur das fünfjährige Jubiläum der Einrichtung gefeiert, sondern auch das neue Science Center offiziell eröffnet. Die Eröffnung nahm Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner vor.

Leuchtturmprojekt für Wissensvermittlung und Naturschutz

Die Einrichtung habe sich in den vergangenen fünf Jahren zu einem echten Leuchtturmprojekt entwickelt, betonte Mikl-Leitner. Im Haus der Wildnis werde Wissen vermittelt und zugleich Natur geschützt. Das Wildnisgebiet Dürrenstein bezeichnete sie als echten Schatz: Hier werde einer der letzten großen Urwälder Mitteleuropas geschützt – ein Naturjuwel, das sogar zum UNESCO-Weltnaturerbe gehöre. Dieses wolle man bewahren, aber auch erlebbar machen.

Mit dem neuen Science Center setze man den nächsten großen Schritt in der Wissensvermittlung, erklärte die Landeshauptfrau. Die Menschen würden sozusagen vom Staunen über die Natur hin zum Verstehen der Natur geführt. Besonders bei Kindern wolle man die Neugier für Wissenschaft und Forschung wecken, denn Spitzenforschung beginne mit Neugier. Daraus werde vielleicht eine Leidenschaft und daraus könnten die Forscherinnen und Forscher der Zukunft werden.

Wissensvermittlung sei ihr ein persönliches Anliegen, unterstrich Mikl-Leitner. Es sei wichtig, den Menschen zu erklären, warum Wissenschaft und Forschung gebraucht würden und warum so viel Geld investiert werde.

Wirtschaftsfaktor für die Region

Neben der Wissensvermittlung sei das Haus der Wildnis auch ein wichtiger Motor für den Tourismus, sagte die Landeshauptfrau. 150.000 Besucherinnen und Besucher in den letzten fünf Jahren hätten Arbeitsplätze und Wertschöpfung in die Region gebracht.

Matthias Kafka von der Abteilung Wissenschaft und Forschung im Amt der NÖ Landesregierung bezeichnete Niederösterreich als Vorreiter in der Wissenschaftsvermittlung. Der seit 15 Jahren tätige Wissenschaftsvermittler sprach über die Entstehung des neuen Science Centers, das ein weiterer Begegnungsort mit Wissenschaft und Forschung sei. Dort werde Wissenschaft so aufbereitet, dass Erlebnisse und Emotionen bei den Menschen geschaffen würden – denn so funktioniere Wissenschaftsvermittlung.

Pilzlabor als Highlight

Ramona Schmidt, wissenschaftliche Leiterin im Haus der Wildnis, nannte das Pilzlabor als ihr persönliches Highlight im neuen Science Center. Es sei zudem ein gutes Beispiel für die gelungene Vermittlung von Wissenschaft und Forschung. Wissenschaft müsse möglichst niederschwellig aufbereitet werden, damit sie für alle verständlich und angreifbar werde und die Menschen so ihre Scheu davor ablegten.

Im Rahmen der Eröffnung wurde den Gästen eine Science Show durch „Chemie on Tour“ mit Stefani Allworth geboten. Musikalisch gestaltet wurde die Feier vom Musikverein Lunz am See.

Quelle: OTS

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