Mikl-Leitner feiert 20 Jahre Wiener Alpen als Tourismusdestination

Mathias FischerMathias Fischer
© Mit KI (Gemini) generiert

Die Destination Wiener Alpen lud am Montagabend zum Tourismusempfang ins Theater Reichenau. Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner würdigte die 20-jährige Entwicklung der Region als „sensationelle Erfolgsstory“.

Beim Tourismusempfang der Wiener Alpen im Theater Reichenau kamen am Montagabend Vertreter aus Wirtschaft, Kultur, Tourismus- und Freizeitwirtschaft sowie Politik zusammen. Unter dem Motto „Gemeinsam gewachsen, gemeinsam Zukunft gestalten“ wurde auf zwei Jahrzehnte Tourismusdestination Wiener Alpen zurückgeblickt.

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner betonte, in den Wiener Alpen sei „unglaublich viel weitergegangen“. Als Beispiele nannte sie die Landesausstellung 2019 in Wiener Neustadt und das renovierte Stadttheater. Die Entwicklung beschränke sich nicht auf den urbanen Raum – vom Semmering über die Rax und die Bucklige Welt bis ins Wechselland sei die Region heute ein Vorzeigebeispiel für ein breites touristisches Angebot.

„Ich glaube an diese Destination Wiener Alpen mit ihrer Mischung aus Natur, Geschichte, Weltkulturerbe und Genuss“, erklärte Mikl-Leitner. Den Erfolg mache vor allem der große Zusammenhalt aus – von Bürgermeistern, Gastgebern, Investoren, Bergbahnen und Ausflugszielen über Kultur- und Tourismusorganisationen bis zu den Mitarbeitern vor Ort und den Menschen, die hier leben. „Sie haben das Potenzial dieser Region erkannt und machen daraus touristischen Erfolg“, so die Landeshauptfrau.

Kulturtourismus als Magnet für Gäste

Mikl-Leitner hob die Bedeutung des Kulturtourismus hervor. Kulturangebote seien ein Magnet für Gäste und sorgten dafür, dass diese gleich ein paar Tage bleiben. Niederösterreich habe kulturell viel zu bieten – von Krems über Grafenegg, St. Pölten und Wiener Neustadt bis nach Reichenau.

Das Theater Reichenau, das heuer sein 100. Jubiläum feiert, habe mit seinen Festspielen eine große Anziehungskraft. Wer für einen Theaterabend nach Reichenau komme, bleibe gerne und entdecke bei einer Wanderung die gesamte Region, die Natur und die Gastronomie, erklärte die Landeshauptfrau.

Regionalität, Authentizität und Ganzjahresangebote

Auch in Zukunft werde Niederösterreich auf seine Stärken setzen. Mikl-Leitner nannte dabei Regionalität und Authentizität, noch mehr Ganzjahresangebote und Qualität statt Masse. „Denn im Tourismus ist unser Ziel klar. Wir wollen einen Tourismus, der unsere Gäste begeistert, von dem unsere Betriebe gut leben können und einen Tourismus, von dem die ganze Region profitiert“, sagte sie.

Aus vielen Angeboten ein starker Erlebnisraum

Mariella Klement-Kapeller, die kürzlich als Geschäftsführerin der Destination Wiener Alpen wiederbestellt wurde, blickte auf die Entwicklung der letzten 20 Jahre zurück. Als Beispiele für die erfolgreiche regionale Entwicklung nannte sie die Wexl Trails, den Bikepark Semmering und den Alpen Bikepark Schneeberg, die revitalisierte Raxseilbahn, den Eis-Greissler Erlebnispark, den RUFBus in der Semmering-Rax-Region und die Therme Linsberg Asia.

„Kurz: aus vielen einzelnen Angeboten ist ein starker Erlebnisraum geworden“, betonte Klement-Kapeller. Das sei auch zentrale Aufgabe der Destinationsarbeit: aus vielen Ereignissen ein stimmiges Gesamtangebot zu machen.

Themenkampagnen und Digitalisierung

Die Geschäftsführerin stellte gemeinsam mit Interviewpartnern Themenkampagnen der Destination vor. Feri Schwarz, Bürgermeister von Bad Schönau, sprach zur Kampagne „Gesundheit: Wo meine Leichtigkeit beginnt“. Die Geschäftsführerin des Stadttheaters Wiener Neustadt, Maria Großbauer, sprach über „Kultur an ungewöhnlichen Orten“ und Stefan Görg, Inhaber und Betreiber des Restaurants Görg in Katzelsdorf, über „Wir servieren Unbeschwertheit“.

Die Kampagne „Nachhaltigkeit – Verantwortung als Qualitätsversprechen“ stellte der Obmann des Tourismusverbandes Semmering-Rax-Schneeberg, Christian Blazek, vor. Astrid Steharnig-Staudinger, Geschäftsführerin der Österreich Werbung, sprach zum Thema „Natur in Bewegung und Internationalisierung“.

Michael Duscher, Geschäftsführer der Niederösterreich Werbung, widmete sich dem Thema „Chancen der Digitalisierung nutzen“ und der Frage, was es brauche, um eine starke Marke zu werden. Duscher stellte das Projekt „Digitales Tourismusnetzwerk Niederösterreich“ vor. Aus 83 verschiedenen Websites der Regionen, Städte, Gemeinden, Wirtshauskultur, der NÖ Werbung und vielen mehr habe man ein gemeinsames, digitales Ökosystem geschaffen. Je stärker man im digitalen Verbund sei, desto stärker sei man auch im Vergleich mit anderen Bundesländern, so Duscher.

Für die musikalische Gestaltung des Tourismusempfangs sorgte die Band „ZamQuetscht“ aus der Buckligen Welt, für die kulinarische Begleitung der Gasthof Diewald aus Raach im Hochgebirge. Den Service übernahmen Schüler der Tourismusschule Semmering.

Quelle: OTS

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