Mikl-Leitner tritt 2028 erneut als Spitzenkandidatin an

Die niederösterreichische ÖVP hat ihre Spitzenkandidatin für die Landtagswahl Anfang 2028 bestimmt. Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner wird zum dritten Mal die Liste anführen, wie der Landesparteivorstand am Donnerstag einstimmig beschloss.
Der Landesparteivorstand der ÖVP Niederösterreich hat am Donnerstag die vorderen Listenplätze für die Landtagswahl Anfang 2028 festgelegt. Johanna Mikl-Leitner wird als Landeshauptfrau erneut die Volkspartei als Spitzenkandidatin in den Wahlkampf führen. Der Beschluss fiel einstimmig, teilte die Partei in einer Aussendung mit.
Für die ÖVP-Landesparteiobfrau ist es bereits die dritte Kandidatur als Listenerste bei einer Landtagswahl. Neben ihr gehören zum Spitzenteam ihr Stellvertreter Stephan Pernkopf, Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister, Landesrat Anton Kasser, Landtagspräsident Karl Wilfing, Klubobmann Kurt Hackl und Landesgeschäftsführer Matthias Zauner.
Bonus für amtierende Abgeordnete
Die Volkspartei setzt erneut auf ein Vorzugsstimmenmodell auf Regionalwahlkreisebene. Auf Wahlkreisebene werden die Vorzugsstimmen über die Vergabe der Landtagsmandate entscheiden. Amtierende Abgeordnete erhalten einen Bonus von fünf Prozent, der auf Basis der im Wahlkreis für die ÖVP abgegebenen Stimmen berechnet wird. Sämtliche statutarischen Beschlüsse zur Landtagswahl wurden einstimmig gefasst.
In den kommenden Monaten will die ÖVP ihre politische Arbeit auf die Bereiche Wirtschaft, Arbeit, Gesundheit und Kinderbetreuung konzentrieren. Mikl-Leitner kündigte an, den „eigenständigen, niederösterreichischen Weg“ fortzusetzen. „Leistung, Eigenverantwortung und Hausverstand stehen dabei im Mittelpunkt“, betonte sie. Nach der Sitzung des Landesparteivorstandes fand am Donnerstag eine Klausur des ÖVP-Landtagsklubs statt, bei der Bundeskanzler Christian Stocker zu Gast war.
Historisches Tief bei letzter Wahl
Bei der jüngsten Landtagswahl am 29. Jänner 2023 war die ÖVP auf ein historisches Tief von 39,93 Prozent abgerutscht. Die Volkspartei schloss daraufhin ein Arbeitsübereinkommen mit der FPÖ um Udo Landbauer, die mit 24,19 Prozent ihr bisher bestes Ergebnis im Bundesland erzielte. Laut einer im August veröffentlichten Umfrage des Instituts für Demoskopie und Datenanalyse (IFDD) im Auftrag des ORF NÖ verringert sich der Abstand zwischen Schwarz und Blau. Zudem könnte beim nächsten Urnengang erstmals eine Mandatsmehrheit von Freiheitlichen und Sozialdemokraten möglich sein.
Bei der SPÖ, die ebenfalls Teil der Proporzregierung ist, steht der Spitzenkandidat bereits fest. Landesrat Sven Hergovich wird erstmals auf Platz eins antreten. Er hatte den Landesparteivorsitz 2023 nach dem historisch schlechtesten SPÖ-Ergebnis von 20,65 Prozent von Franz Schnabl übernommen.
Quelle: APA
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