Militärkommandant kritisiert geplante Wehrpflicht-Reform

Mathias FischerMathias Fischer
Paintballspieler im Tarnanzug mit Gewehr im Wald auf einem Spielfeld mit Hindernissen
© Lukas Blazek / Pexels (Symbolbild)

Die Bundesregierung plant, den Grundwehrdienst auf sechs Monate zu verkürzen und drei Monate verpflichtende Übungen einzuführen. Burgenlands Militärkommandant Gernot Gasser warnt vor sinkendem Ausbildungsniveau und befürchtet weniger Rekruten, so der ORF.

Die Bundesregierung will die Wehrpflicht künftig mit sechs Monaten Grundwehrdienst und drei Monaten verpflichtenden Übungen neu regeln. Die eingesetzte Wehrdienstkommission hatte hingegen acht Monate empfohlen.

Gernot Gasser, Militärkommandant des Burgenlands, sieht das kritisch: „Das Ausbildungsniveau nach acht Monaten ist natürlich ein anderes als nach sechs Monaten. Dass wir dann drei Monate Nachstaffelung haben ist schön, aber wenn ich ein geringeres Ausbildungsniveau habe, nützen mir die erhaltenden Übungen weniger, als mit acht Monaten. Daher ist das 8+2-Modell aus meiner Sicht besser.“

Zivildienst bleibt bei neun Monaten

Noch problematischer sei, dass beim Zivildienst faktisch keine Änderungen vorgesehen sind. Das neue Modell sieht wie bisher neun Monate vor, plus zwei Monate auf freiwilliger Basis. Grundwehrdienst und Zivildienst wären damit gleich lang.

Gasser befürchtet dadurch sinkende Rekrutenzahlen: „Ich gehe davon aus, dass wir noch mehr Rekruten verlieren. Wir haben jetzt schon zu wenig. Damit wird auch die Miliz so gestärkt, wie das System im Österreichischen Bundesheer es brauchen würde.“

Im Burgenland entscheiden sich derzeit rund 63 Prozent der tauglichen Männer für das Bundesheer. Der Österreich-Schnitt liegt bei 53 Prozent.

Quelle: https://burgenland.orf.at/stories/3364774/

Worüber spricht Burgenland morgen?

Bald verfügbar: Kostenloses News Briefing aus deiner Region – jeden Morgen um 6 Uhr.

Mit der Anmeldung nimmst du die Datenschutzerklärung zur Kenntnis.

austria.com auf Google bevorzugen.