Mistelbach: Neue Herzkatheter-Anlage in Betrieb genommen

Das Landesklinikum Mistelbach-Gänserndorf hat eine neue Herzkatheter-Anlage installiert. Die Investition von rund 920.000 Euro ermöglicht präzisere Eingriffe und reduziert die Strahlenbelastung für das Personal.
Das Landesklinikum Mistelbach-Gänserndorf setzt nach dem OP-Roboter nun auch in der interventionellen Kardiologie auf modernste Medizintechnik. Eine neue Herzkatheter-Anlage wurde installiert, die sowohl für Patientinnen und Patienten als auch für das medizinische Personal Vorteile bringt.
Der für die Landeskliniken zuständige Landesrat Anton Kasser überzeugte sich bei einem Besuch vor Ort von der Qualität der neuen Anlage. Die hochmoderne Technik hebe die interventionelle Kardiologie am Standort auf ein neues Niveau, wovon Patientinnen und Patienten aus dem gesamten Weinviertel profitieren würden, so Kasser.
Austausch nach zwölf Jahren Laufzeit
Die alte Anlage war zwölf Jahre im Einsatz und wurde nun innerhalb von nur sechs Wochen Umbauzeit ersetzt. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 920.000 Euro. Die neue Anlage bietet eine bestmögliche Bildgebung, einen Großbildmonitor, Touchscreen-Bedienung sowie eine flexible Bilddarstellung und Systembedienung direkt vom Untersuchungstisch aus.
Strahlenschutz für das Personal
Im Rahmen des Umbaus wurde zusätzlich das „Zero Gravity-System“ als hochmodernes Strahlenschutzsystem für die interventionellen Kardiologen installiert. Das System besteht aus einer massiven, speziellen Bleischürze, die an der Decke montiert ist und entlang von Schienen läuft. Dadurch wird ein optimaler Strahlenschutz gewährleistet, während gleichzeitig die orthopädische Belastung durch das Tragen konventioneller Bleischürzen entfällt.
Mag. Dr. Bernhard Kadlec, Vorstand der NÖ Landesgesundheitsagentur, betonte, dass von der neuen Anlage nicht nur die Patientinnen und Patienten profitieren würden. Moderne Medizintechnik und innovative Strahlenschutzmaßnahmen erhöhten gleichzeitig die Sicherheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Präzisere und schonendere Eingriffe
Für die Patientinnen und Patienten bedeutet die hochmoderne Herzkatheter-Anlage, dass Untersuchungen und Behandlungen der Herzkranzgefäße noch präziser, schonender und effizienter durchgeführt werden können.
Der Leiter der I. Medizinischen Abteilung, Kardiologie und Internistische Intensivmedizin, und stellvertretende Ärztliche Direktor, Prim. Prof. Priv. Doz. Dr. Thomas Gremmel, MBA, FESC, hielt fest, dass moderne Technik sich bei diesem Projekt mit der bewährten persönlichen Betreuung verbinde. Im Mittelpunkt der Arbeit stünden immer die Patientinnen und Patienten.
Auch der Kaufmännische Direktor Florian Trummer, MLS, MBA und der Pflegedirektor PhDr. Christian Pleil, MSc MLS MBA zeigten sich erfreut, mit der neuen Anlage die Versorgung der Patientinnen und Patienten weiterhin auf hohem Niveau sicherstellen zu können.
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