Mistelbach trauert um Stadtrat Heiner Zuckschwert

Die Stadtgemeinde Mistelbach nimmt Abschied von Heiner Zuckschwert. Der langjährige Stadtrat aus der Partnerstadt Neumarkt in der Oberpfalz ist am 6. September im Alter von 77 Jahren gestorben. Er galt als engagierter Förderer der Städtepartnerschaft.
Heiner Zuckschwert verstarb am Sonntag, 6. September. Mit seinem Tod verliert nicht nur seine Heimatstadt Neumarkt in der Oberpfalz einen verdienten Kommunalpolitiker, sondern auch Mistelbach einen langjährigen Freund und Botschafter der Städtepartnerschaft.
Über Jahrzehnte hinweg war Zuckschwert eng mit Mistelbach verbunden. Bei Besuchen von Delegationen aus Neumarkt in der Oberpfalz war er regelmäßig dabei, ebenso bei Festen, Empfängen und Veranstaltungen in der niederösterreichischen Stadt. Die Partnerschaft vertrat er nicht nur politisch, sondern lebte sie mit persönlicher Herzlichkeit.
Vom Gärtner zum Stadtrat
1949 wurde Zuckschwert in Furth im Wald geboren. Nach dem Umzug nach Neumarkt absolvierte er dort seine Schulzeit und eine Ausbildung zum Gärtner und Floristen. 1976 übernahm er den elterlichen Betrieb und führte gemeinsam mit seiner Ehefrau Edeltraud das Familienunternehmen „Blumen Zuckschwert“.
1996 zog Zuckschwert erstmals in den Neumarkter Stadtrat ein. Mehr als 24 Jahre lang war er dort tätig und wurde auch bei der jüngsten Kommunalwahl erneut gewählt. Besonders engagierte er sich im Friedhofs- und Bestattungswesen. Mit Fachwissen und Einfühlungsvermögen setzte er sich für eine zeitgemäße und würdevolle Bestattungskultur ein. Darüber hinaus war er in zahlreichen Ausschüssen und Gremien aktiv.
Goldenes Ehrenwappen für Partnerschaftsarbeit
Eine besondere Herzensangelegenheit war für Zuckschwert die Städtepartnerschaft zwischen Neumarkt und Mistelbach. Gemeinsam mit dem damaligen Partnerschaftsreferenten Helmut Jawurek gehörte er über viele Jahre zu jenen Persönlichkeiten, die diese Verbindung mit Leben erfüllten.
2018 erhielt er das Goldene Ehrenwappen der Stadtgemeinde Mistelbach. Der damalige Bürgermeister Dr. Alfred Pohl würdigte ihn als Förderer der Partnerschaft, der maßgeblich dazu beigetragen habe, dass offizielle Kontakte ebenso wie persönliche Begegnungen zwischen Bürgerinnen und Bürgern, Vereinen und Verbänden zustande kamen. Bei Besuchen von Mistelbacher Gästen in Neumarkt kümmerte er sich persönlich um deren Betreuung.
Bei Stadtfesten, Empfängen und zahlreichen weiteren Veranstaltungen in Mistelbach war Zuckschwert ein vertrautes Gesicht. Auch in den vergangenen Jahren blieb er der Partnerstadt eng verbunden. Noch 2025 war er bei der Eröffnung der 47. Internationalen Puppentheatertage zu Gast und vertrat dort gemeinsam mit weiteren Gästen die Partnerstadt Neumarkt.
„Ein echter Brückenbauer“
„Heiner Zuckschwert war für uns weit mehr als ein Vertreter unserer Partnerstadt Neumarkt. Er war ein Freund Mistelbachs und ein echter Brückenbauer zwischen unseren beiden Städten. Mit seiner herzlichen, offenen und unkomplizierten Art hat er die Städtepartnerschaft über viele Jahre mit Leben erfüllt. Wir werden seine Besuche, seine Verbundenheit und vor allem seine persönliche Art sehr vermissen. Unsere Gedanken sind bei seiner Familie und seinen Freunden in Neumarkt“, sagte Bürgermeister Erich Stubenvoll.
Auch Neumarkts Oberbürgermeister Markus Ochsenkühn würdigte Zuckschwert nach dessen Tod als einen Menschen, der Brücken gebaut habe. Besonders die Verbindung zu Mistelbach habe er mit großer Freude gelebt und die freundschaftlichen Beziehungen zwischen den Städten durch persönlichen Einsatz und Tatkraft gepflegt.
Die Städtepartnerschaft zwischen Neumarkt und Mistelbach besteht seit 1983. In mehr als vier Jahrzehnten ist daraus eine Verbindung entstanden, die weit über offizielle Kontakte hinausgeht und von persönlichen Freundschaften, gegenseitigen Besuchen und gemeinsamen Erlebnissen getragen wird.
Die Stadtgemeinde Mistelbach wird Heiner Zuckschwert ein ehrendes und dankbares Andenken bewahren. Das Mitgefühl gilt seiner Ehefrau Traudl, seinen beiden Töchtern und seiner gesamten Familie.

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