Mittelalter-Vortrag in Hollabrunn: Reisen vor 1000 Jahren

Wie bewegten sich Menschen durch den Mittelmeerraum, als es weder Navigationssysteme noch moderne Verkehrsmittel gab? Ein Mittelalterforscher der Akademie der Wissenschaften nimmt sein Publikum am 21. Oktober in Hollabrunn mit auf eine Zeitreise.
Die Jungen Hollabrunner Vorlesungen widmen sich in ihrer nächsten Ausgabe dem Thema historischer Mobilität. Doz. Mag. Dr. Mihailo Popović, Experte für das Mittelalter an der Akademie der Wissenschaften, beleuchtet in seinem Vortrag, wie sich das Leben auf Reisen vor einem Jahrtausend gestaltete.
Der Vortrag findet am Mittwoch, 21. Oktober 2026, um 17 Uhr im Festsaal des Bundesgymnasiums Hollabrunn statt. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Menschen damals von einem Ort zum anderen gelangten – zu Fuß, auf Tieren reitend oder per Schiff.
Orientierung ohne Smartphone und Landkarte
Popović geht der Frage nach, wie sich Reisende ohne moderne Hilfsmittel orientierten. Welche Routen nutzten Händler, Pilger und Gesandte? Wie lange dauerten solche Reisen und was packten die Menschen für unterwegs ein? Auch die Ankunft in fremden Städten und unbekannten Häfen wird thematisiert.
Der Forscher zeigt auf, dass Mobilität bereits vor Jahrhunderten eine wichtige Rolle spielte – auch wenn das Unterwegssein beschwerlich und riskant war. Für viele Menschen war das Reisen dennoch unverzichtbar.
Für junge und erwachsene Zuhörer
Die Veranstaltung richtet sich an ein junges Publikum sowie an Erwachsene, die das Mittelalter aus einer neuen Perspektive kennenlernen möchten. Popović verbindet wissenschaftliche Forschung mit Alltagsfragen und macht so eine längst vergangene Lebenswelt greifbar.
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